
Es gehört zu den unangenehmsten Aufgaben von Führungskräften: das Kündigungsgespräch. Unsere Tipps verhelfen Ihnen zu einem möglichst glimpflichen Ablauf.
Frank Adensam kennt sich aus mit Kündigungen. Der Personalberater aus Ludwigshafen zählt "professionelles Trennungs-Management" zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Eine Kündigung beginnt für ihn mit ausführlicher Vorbereitung.
"Schreiben Sie ein Drehbuch", rät er. Alle fraglichen Punkte müssen eindeutig geklärt sein, bevor es ins Kündigungsgespräch geht. Handelt es sich um eine betriebsbedingte Kündigung oder ist das Verhalten des Mitarbeiters Ursache für die Trennung? Welche Kriterien begründen die Auswahl? Wer teilt dem Mitarbeiter wann und wo die Entscheidung mit? Bekommt der Scheidende eine Abfindung, kann er sich freistellen lassen?
Samstags ein Kündigungsschreiben aus dem Briefkasten zu fischen, ohne vorher vom Rausschmiss zu wissen, ist für Angestellte ein Horror-Szenario. Vorgesetzte sollten den Mitarbeiter am besten persönlich über die Kündigung informieren - "auch wenn es schwer fällt", so Adensam. Habe die Personalabteilung schon vorher ein Schreiben verschickt, solle man so bald wie möglich das Gespräch mit dem Betroffenen suchen.
Klingelnde Telefone und Kollegen, die ins Büro hereinplatzen, verschlimmern die unangenehme Gesprächssituation zusätzlich. Wer ein Kündigungsgespräch führt, sollte laut Adensam sicherstellen, dass Störungen von außen unterbleiben.
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