Fast close

Verfahren und Methoden, die zu einer zeitnahen oder einer beschleunigten Erstellung des Jahresabschlusses führen, werden als "Fast Close" (wörtlich: „schneller Abschluss“) bezeichnet. In diesem Oberbegriff, der aus dem angelsächsischen Raum und dem internationalen Handelsrecht stammt, spiegelt sich im Vergleich zu deutschen Gepflogenheiten ein grundsätzlich anderes Verständnis darüber wider, wann entscheidungsrelevante Informationen als veraltet gelten können. Während das deutsche Handelsrecht noch immer Aufstellungszeiträume von bis zu einem Jahr für Jahresabschlüsse vorsieht, folgen die International Accounting Standards (IAS) der Maxime "Time is of Essence".

Zeitnahe Informationen sollen die relevanten Daten vermitteln. Die Globalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen, die Internationalisierung der Kapitalmärkte und der Wunsch von Investoren und Analysten nach aktuellen Unternehmensinformationen veranlasst inzwischen mehr und mehr deutsche Unternehmen, ihr Rechnungswesen zu beschleunigen und ihre Jahresabschlüsse nach den internationalen Regeln eines "Fast Close" zu erstellen. Eine international einheitliche und damit vergleichbare Unternehmensberichterstattung verspricht mehr Transparenz im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern und bei der Kreditvergabe durch Banken. Unternehmensintern ist die zeitnahe Verfügbarkeit von Daten bei Firmenübernahmen und Fusionen ausgesprochen nützlich.

Der Unterschied zwischen dem Fast Close zum traditionellen Jahresabschluss liegt im Wesentlichen in der Beschleunigung der einzelnen Arbeitsschritte und der Verkürzung des Aufstellungszeitraumes. Dabei gelten vor allem drei Prinzipien: die Verlagerung der Datenbeschaffung in Zeiten lange vor dem Abschlussstichtag, die Verkürzung von Informationswegen und Entscheidungsprozessen im Betrieb und die Vereinfachung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus wird die Beschaffung der erforderlichen Daten besser strukturiert. Fast Close versucht mit der Verkürzung des Aufstellungszeitraums zugleich die Qualität der Informationen zu erhöhen. Alle geltenden Rechtsvorschriften behalten aber auch beim Fast-Close-Jahresabschluss ihre Gültigkeit.

Reporting, Bilanzierung, Konsolidierung Fast Close bei Puma

Davon träumen viele CFOs: Nach nur 48 Tagen hat PUMA alle Daten für die Bilanz beisammen und ausgewertet. Und dass trotz dezentraler Organisation.