
Falsche Schuldenkalkulation, unvermutete Mehrkosten, irrtümliche Insolvenzmeldungen - Praxisbeispiele zeigen, was falsche Daten und Excel-Wirrwarr verursachen.
Excel-Dateien sind eine phänomenale Angelegenheit. Als Anwender lässt sich nach Herzenslust und eigenem Gutdünken eine Fülle von Informationsmaterial in die Spreadsheets packen. Und am Ende des Tages geschehen manchmal wundersame Dinge: Da verändern Flüsse ihre Länge, mutieren Bilanzen und verschwinden die Schulden – oder schnellen urplötzlich in die Höhe.
Der Kampf gegen manuell erstellte und deshalb immer fehleranfälligen Spreadsheets ist so alt wie der Wunsch in den Führungsetagen nach einem schnellen und exakten Reporting der Unternehmenszahlen (lesen Sie auch wie sich CFOs idealerweise die Berichte aus dem Controlling wünschen). Und tatsächlich haben vielerorts ausgefeilte Lösungen für Business Intelligence (BI) und Performance Management für eine integrierte und verlässliche Berichtsumgebung gesorgt. Oder zumindest teilweise, denn widerspenstigen Mitarbeiter unterlaufen solche Projekte oftmals und lassen sich partout nicht von der Arbeit mit Excel abbringen.
Experten haben deshalb den Kampf gegen die Verbreitung der Spreadsheets längst aufgegeben – man müsse lernen, mit ihnen zu leben. Anbieter wie Oracle haben daher schon seit längerem ihre BI-Lösungen um Integrationsoptionen (Add-ons) für Spreadsheets erweitert (immerhin setzen Risikomanager heute seltener auf Excel als noch vor wenigen Jahren).
Dass die Arbeit mit Excel im Reporting gleichwohl immer beträchtliche Risiken in sich bergen wird, zeigt eine Aufstellung von Actuate. Der BI-Anbieter listet fünf besonders kuriose und fatale Reporting-Fehler auf, die durch fehlerhafte Eingaben verursacht wurden – Lehrstücke dafür, dass die Warnungen vor Excel nicht bloß graue Theorie sind (und was schlechte Datenqualität anrichten kann). Lesen Sie auf den nächsten Seiten schön-schaurige Beispiele:
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