Change Management

Change Management, zu deutsch "Veränderungsmanagement" oder "Veränderungsplanung", ist ein Begriff aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Bezug genommen wird dabei auf den Prozess, welcher sich in Organisationen in Gang setzt, wenn sich die gegebenen Strukturen und/oder Abläufe verändern. Hierbei lassen sich prototypische Ablaufmuster beschreiben, mit deren Hilfe sich komplexe Veränderungsabläufe vorhersagen lassen. Aufgrund dieser Vorhersagen ist es möglich, Konflikte oder Kompetenzprobleme vorauszusehen, und ihnen erfolgreich zu begegnen.

Die bedeutsamste Theorie des Change Managements stammt von Kurt Lewin, der bereits in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts folgendes drei-Phasen-Modell der innerbetrieblichen Veränderungsabläufe postulierte: Voraussetzung des Modelles ist die Annahme, dass die meisten Personen generell dazu neigen, Veränderungen falls möglich zu vermeiden. Verändert sich jedoch die betriebliche Situation derart, dass ein Verharren im Status Quo als offensichtlich nicht adäquat erweist, beginnt die erste Phase des Veränderungsprozesses, die Auftauphase: die Prozessbeteiligten erkennen die Notwendigkeit zur Veränderung. In der nächsten Phase (Bewegungsphase) werden die Veränderungsschritte geplant und in die Tat umgesetzt. Sind die Veränderungen abgeschlossen werden die erreichten Zustände gefestigt (Einfrierphase).

In modernen Organisationen besteht eine Schwierigkeit darin, diesen Phasenablauf so zu steuern, dass zum einen genügend Flexibilität besteht, um ein rasches Auftauen des aktuellen Zustandes zu gewährleisten und somit schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Und zum anderen den Mitarbeitern genügend Stabilität zu geben, so dass sie motiviert sind, weiterhin Qualität zu liefern. Denn das Arbeitsengagement fällt verständlicherweise umso geringer aus, je kürzer das Arbeitsprodukt Bestand hat.

Ein weiteres wichtiges Konzept des Change Managements ist das 4D-Modell. Diese Theorie besagt, dass organisationale Veränderungen in 4 Phase ablaufen: Problementdeckung (Discovery), Problemdefinition (Definition), Entwicklung einer Lösung (Development) und Lösungsapplikation (Delivery). Dieses Modell soll unter Anderem dazu dienen, für jede Phase die notendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

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