
Eine Bilanz ist eine in der Regel zum Jahresanfang bzw. am Jahresende erstellte Gegenüberstellung von Unternehmensvermögen und Schulden. Am Jahresanfang wird diese Bilanz auch die Eröffnungsbilanz genannt, am Jahresende heißt sie Schlussbilanz. Während des laufenden Jahres (oder einer anderweitig festgelegten Periode) finden aufgrund des Tagesgeschäftes des Unternehmens Bewegungen zwischen den Posten statt. Es werden Waren gekauft, bearbeitet und verkauft. Hierbei entstehen Kosten für das Unternehmen sowie Gewinne aus abgesetzten Gütern. Zum Ende der Periode werden die Einnahmen und Ausgaben summiert, und das Ergebnis geht in die Schlussbilanz ein.
Betrachtet man die Details, werden die Ausgaben (Aufwendungen) und Einnahmen (Erlöse) vorab gegenübergestellt und verrechnet. Diese Gegenüberstellung wird als Gewinn-und-Verlust-Rechnung, kurz GuV, bezeichnet. Nach Verrechnung der in der GuV aufgelisteten Positionen wird das Endergebnis mit dem unternehmerischen Eigenkapital addiert. Dabei kann es zu einer Zunahme, aber auch zu einer Abnahme kommen, falls die Erlöse geringer ausfallen als die Aufwendungen.
Das GuV-Verhältnis kann im Rahmen der Erfüllung unternehmerischer Ziele geplant werden. Hierbei wird dann versucht, die vom Top-Management planerisch festgelegten Planwerte, bezogen auf Absatzzahlen, die dann in der GuV die Erlöse darstellen, sowie bezogen auf die zur Leistungserstellung verwendeten Ressourcen, die die Aufwendungen darstellen, zu erreichen.
Die Planung der GuV ist vor allem für Kapitalgesellschaften wichtig. Im Gegensatz zu Personengesellschaften und Einzelunternehmen sind diese zum Ausweis der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gesetzlich verpflichtet. Aber auch für die anderen Unternehmen ist die Planung der GuV wichtig, da mitunter ihr Unternehmenserfolg davon abhängt.