
Unter einem Portfolio versteht man einen Bestand an Investitionen bzw. Geldanlagen. Im Rahmen des Portfoliomanagements ist der Investor bzw. Anleger daran interessiert, aus seiner Investition einen gewünschten Ertrag zu erzielen. Üblich ist es, sich bei großen oder gewerblichen Portfolios eines externen Portfoliomanagers zu bedienen.
Portfolioplanung
Der Investor stellt zusammen, welche Güter prozentual im Portfolio gehalten werden. Dies können Finanztitel (Aktien, Renten oder Derivate), Immobilien oder auch Waren sein. Unter Risikogesichtspunkten sollte eine möglichst breite Streuung gewählt werden. Außerdem müssen die Anlagekriterien (Portfoliostil und -ziele) zwischen Investor und Portfoliomanager vereinbart werden. Zum Beispiel ist es wichtig zu vereinbaren, ob die Portfoliostruktur starr beibehalten werden soll oder abhängig von Marktentwicklungen verändert werden darf. Als Grundstrategie wird festgelegt, ob sich die Anlagestrategie an den gewünschten Zielen orientieren soll (Top-down-Ansatz) oder ob die Anlagestrategie maßgeblich ist (Bottom-up-Ansatz). Aufgrund dieser Entscheidung des Investors muss die sog. Performanceanalyse ergeben, ob die gesetzten Ziele erreichbar sind bzw. welche Ziele realistisch erscheinen. Dabei orientiert man sich an einem sog. Benchmark, einem Vergleichswert, der sich aus einem Marktindex oder mehreren Indizes unterschiedlicher Märkte zusammensetzt.
Portfoliorealisation
Nach der Planung gilt es, im Sinne des Investors durch Käufe und Verkäufe mit Blick auf die erwarteten Marktentwicklungen Erträge zu erwirtschaften. Permanent wird analysiert, ob die getätigten Käufe und Verkäufe die gewünschten Ergebnisse bringen und der Ertrag des Portfolios dem Benchmark entspricht. Bei marktbedingten oder strukturellen Abweichungen sollte zwischen Investor und Portfoliomanager die Taktik bzw. der Portfoliostil überprüft und ggf. geändert werden.
Portfoliokontrolle
Im Rahmen der Portfoliokontrolle wird die erreichte Performance gemessen und mit den Zielen des Investors verglichen. Wiederum anhand des Benchmarks kann der Investor z. B. bei Nichterreichen seiner Ziele die Ursachen dafür erkennen. Neben einer unerwarteten Marktentwicklung kann dafür auch ein schlechtes Portfoliomanagement verantwortlich sein.