
Die Prozesskostenrechnung (PKR) bildet die Kosten der indirekten Leistungsbereiche wie Beschaffung, Marketing, Vertrieb oder Logistik ab. Mit ihrer Hilfe versucht man, die Gemeinkosten besser zu verteilen. Man will sie den Bereichen zuordnen, in denen diese Kosten entstanden sind. Das heißt: Durch den Einsatz dieser Methode werden Gemeinkosten nicht mehr per prozentualer Zuschlagssätze auf die einzelnen Kostenstellen verteilt. Es wird versucht, sie den ablaufenden Prozessen zuzuordnen. Ein totaler Ausfall der Zuschlagssätze ist kaum umzusetzen, da die restlichen, nicht zuzuordnenden Gemeinkosten auch dann bestehen bleiben, wenn man die Prozesskostenrechnung anwendet.
Die amerikanische Form, das Activity-based Costing (ABC), unterscheidet sich in einem Punkt von der Prozesskostenrechnung (PKR): Bei ihr gelten Aktivitäten als Basis, nicht die aus Aktivitäten zusammengesetzten Prozesse. Im Großen und Ganzen kommt man aber zu ähnlichen Ergebnissen. Die Übersichtlichkeit und Effektivität beziehungsweise die Profitabilität von einzelnen Bereichen wird erhöht. Die Erkenntnisse, Ergebnisse und Kennzahlen der Berechnungsmethode ermöglichen es der Unternehmensleitung, bessere Entscheidungen im Hinblick auf einzelne Produkte und Produktgruppen treffen zu können.