
Unter Unternehmenssteuerung versteht man eine Leistungssteuerung im Unternehmen dergestalt, dass alle verfügbaren Ressourcen in der Firma gezielt und gewinnbringend eingesetzt werden. Entscheidungskritische Informationen werden hierfür durch eine umfassende und zeitnahe Erfassung relevanter Leistungen im Rahmen eines Perfomance Measurements verfügbar gemacht.
Die klassischen monetären Größen der Erfolgs- und Leistungsmessung wie Ergebnis-, Cashflow- und Rentabilitätskennzahlen haben vor allem in dynamischen Märkten nur begrenzte Aussagekraft. Ihre Defizite liegen in der Beschreibung von Sachverhalten ex post sowie in der hohen Aggregation der Kennwerte. Auf dieser Grundlage lassen sich kaum Zielsetzungen und operative Strategien der Leistungssteuerung angemessen formulieren. Finanzorientierte Kennzahlen liefern beispielsweise keine relevanten Frühindikatoren wie Aussagen zur Kundenzufriedenheit und können nur begrenzt Auskunft über kausale Zusammenhänge geben.
Kern des Performance Measurements ist es, quantitative und qualitative Leistungsinterpretationen miteinander zu verbinden und für die Zielplanung aufzubereiten. Monetäre wie nicht monetäre Größen bezüglich Zeit, Qualität, Innovationsfähigkeit und Kundenzufriedenheit werden zu komplexen Performance Measurement-Systemen zusammengeführt, die als Informationsgrundlage für Planung, Steuerung und Kontrolle der Leistungen einer Organisation dienen.
Doch wie lässt sich Leistung messen? Welche intermediären Variablen zwischen finanziellem Input und Rendite-Output sind relevant? Und wie lassen sich diese operationalisieren? Norton und Kaplan, die Entwickler der Balanced Scorecard (BSC), fassen das Problem so zusammen: "What you measure is what you get". Die BSC gehört zu den bekanntesten unter einer Vielzahl unterschiedlicher Konzepte wie Performance Pyramid, DEA (Data Envelopment Analysis) oder EFQM (European Foundation for Quality Management). Sie ist ein mehrdimensionales und ganzheitliches Controlling-Konzept, das Kennzahlen aus den Bereichen Finanzen, Kunden, Prozesse und Mitarbeiter zusammenfasst und an Entscheidungsprozesse anbindet.
In den Personalabteilungen tauchen verstärkt Business-Anwendungen wie People-Performance-Management (PPM).Systeme auf, die Tools zur effizienteren Bewirtschaftung des Personals bereitstellen sollen - ein heikler Punkt, der eine klare und transparente Abgrenzung des Performance-Managements von einer allgemeinen Leistungs- und Verhaltenskontrolle von Mitarbeitern erfordert.