
Die Verbindlichkeiten eines Unternehmens sind seine Schulden gegenüber seinen Gläubigern, in der Regel Lieferanten oder Banken. Im Cash Management ist grundsätzlich zwischen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zu unterscheiden. Verbindlichkeiten sind feste Größen, sowohl was die Beträge als auch was die zeitlichen Gegebenheiten betrifft. Ist von Rückstellungen die Rede, sind ungewisse Größen gemeint. In der Bilanz sind alle Schulden gemäß § 266 HGB als Passiva auszuweisen. Maßgebend ist der bestehende Schuldenstand am jeweiligen Stichtag.
Bei Verbindlichkeiten muss auch zwischen kurzfristigen und langfristigen unterschieden werden. Eine Verbindlichkeit gegenüber einem Lieferanten entsteht am Tage der Lieferung. Bei diesen Beträgen handelt es sich um sofortige Forderungen des Lieferanten gegenüber dem belieferten Unternehmen. Diese Rechnungen sind umgehend zu begleichen. Sind größere Investitionen zu tätigen, erfolgt die Finanzierung meist über Kredite. Je nach Kreditgröße kommen hier längere Laufzeiten zustande, was für langfristige Verbindlichkeiten sorgt.