
Die Funktion des Compliance-Managers entstand als Antwort auf die zahlreichen Korruptions- und sonstigen Skandale, in die Unternehmen in der Vergangenheit verwickelt waren. Fehlverhalten verursachte oft erheblichen Schaden in Form von Strafen, Bußgeldern und Vertrauensverlust.
Das Compliance-Management soll sicherstellen, dass sich ein Unternehmen an Recht und Gesetz hält. Oft kommt noch die Überwachung der Einhaltung eines selbst erstellten Ethik-Codes hinzu. Oberstes Ziel dabei muss es sein, das Unternehmen und dessen Ruf vor Schaden zu bewahren. Compliance umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Gewährleistung des ethisch und rechtlich korrekten Verhaltens des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
Die für ein Großunternehmen sinnvollste Lösung ist ein der Unternehmensleitung gegenüber direkt verantwortlicher Chief Compliance Officer, der eine Organisation von Compliance-Managern leitet. Welche Qualifikationen muss ein Compliance-Manager haben? Er sollte zunächst ein ausgebildeter Jurist sein - schließlich muss er gute Rechtskenntnisse haben. Selbstverständlich gehört ein guter Leumund dazu. Des Weiteren benötigt er eine hohe emotionale Intelligenz - schließlich muss er sowohl hart durchgreifen als auch eine Organisation behutsam verändern können. Er darf Rechtsverletzungen nicht tolerieren, darf aber auch nicht alles blockieren - sonst macht die Firma keine Geschäfte mehr. Bei seiner Arbeit hilft ihm heutzutage auch moderne Technik - bei Banken z.B. meldet Software verdächtige Transakionen, etwa Überweisungen in Embargoländer.