
Das Umlaufvermögen eines Unternehmens setzt sich aus Vermögensgegenständen zusammen, die in Umlauf gebracht werden sollen, etwa auf dem Wege des Verkaufs. § 247 HGB definiert den Terminus "Umlaufgegenstand" als Gegenstand, der nicht zum dauerhaften Verbleib im Unternehmen gedacht ist.
Als Element des betriebswirtschaftlichen Bereichs Controlling fließt das Umlaufvermögen als Aktivum in die Bilanz ein. Während das HGB eine Gliederung des Umlaufvermögens vorschreibt, dient diese nur bedingt zur Beurteilung der Vermögenslage des Unternehmens. Daher werden die Werte in der Bilanzierung mit den Finanzierungsquellen in Beziehung gesetzt.
In diesem Zusammenhang fallen auch die Worte Working Capital. Wie der Begriff arbeitendes Kapital bereits vermuten lässt, ist darunter Umlaufvermögen zu klassifizieren, das nicht zur Deckung kurzfristiger finanzieller Notwendigkeiten gedacht ist. Es kann jedoch kurzfristig liquidiert werden und ist daher als Indikator der Liquidität zu sehen. Aufgrund seiner langfristig angelegten Natur ist es weiterhin ein Indikator für die Expansionskraft des Unternehmens, handelt es sich doch beim Working Capital um langfristig finanzierte, aber kurzzeitig freisetzbare Umlaufgüter.
Das Working Capital Management beschreibt, wie ein Unternehmen mit dieser Kennzahl agiert. Oberstes Ziel ist dabei, Working Capital stets in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Dazu werden weitere Kennzahlen benötigt, die Indizes zum Forderungsmanagement und optimierter Lagerung liefern. Zu letzterem Punkt zählen beispielsweise mondäne Methoden wie die übersichtliche Organisation des Lagers und Just-In-Time-Lieferungen, was Platz im Lagerraum freihält. Der Bereich des Forderungsmanagements konzentriert sich auf die Kundschaft und wird dadurch optimiert, dass ein effektives Mahnwesen und dem Kaufvertrag vorausgehende Bonitätsprüfungen eingeführt werden. Zweck soll sein, den Zahlungsverzug so gering wie möglich zu halten.
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