
Die Kapitalflussrechnung - auch Cashflow-Rechnung genannt - analysiert den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens, indem sie Transparenz in die Herkunft und Verwendung der liquiden Mittel bringt. Eine Kapitalflussrechnung ist in der internationalen Rechnungslegung (z.B. nach IFRS) ein fixer Bestandteil eines Jahresabschlusses. Sie soll externen Betrachtern einen guten und übersichtlichen Einblick in die momentane Finanzlage eines Unternehmens gewährleisten. Sollte es Veränderungen im Liquiditätspotenzial geben, sollen diese im Zeitverlauf quantifiziert werden. Weiterhin ist es wichtig, die Ursachen dieser Veränderungen herauszustellen.
Der Begriff der „Kapitalflussrechnung“ ist genau genommen nicht gänzlich korrekt, da sich Kapital normalerweise in einem Jahr kaum bewegt und somit eigentlich nicht liquide ist. Besser wäre die Verwendung des Terminus „Geldflussrechnung“, auch weil dieser eine weitaus korrektere Übersetzung des im Englischen verwendeten Begriffs „Cash flow statement“ darstellt.
Die Kapitalflussrechnung kennt zwei zeitliche Ausprägungen: die retrospektive und prospektive Kapitalflussrechnung. Die retrospektive Betrachtung orientiert sich an der Vergangenheit. Als Grundlage dienen meist bereits vorliegende Jahresabschlüsse. Diese sind dann objektiv nachprüfbar, jedoch nicht als Prognoseinstrument geeignet. Dahingegen basiert die prospektive Kapitalflussrechnung auf Plan-, Gewinn- und Verlustrechnungen. Diese Betrachtungsweise nennt sich auch Finanzplan. Die prospektive Betrachtung orientiert sich an der Zukunft. Daher dient die prospektive Kapitalflussrechnung auch der Prognose und Planung und wird nur zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit in der Zukunft verwendet.
Es geht nur zäh voran mit den geplanten, tief greifenden Änderungen der Financial Statements nach IFRS. Auch Unternehmen zeigen kaum Interesse trotz der Brisanz. Das ist riskant. [weiter...]
Die Darstellung einzelner Rechenwerke des IFRS-Abschlusses wird derzeit grundüberholt. Die klassische Bilanz könnte demnach schon bald verschwinden. [weiter...]
Als wenn IFRS nicht schon komplex genug wäre. Viele neue Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften und Anhänge sind in Planung und wohl bald Realität. [weiter...]