
Verantwortung auf andere abwälzen, dauernd meckern oder Dienst nach Vorschrift schieben – beim Chef kommt das nicht gut an. Doch auch er muss dazulernen.
Kleine Fettnäpfchen, die die Karriere torpedieren können, lassen sich vermeiden. Zum Beispiel, indem man sich acht Phrasen merkt, die kein Chef hören will.Dave Willmer, Executive Director der Personalagentur Robert Half Technology, hat sie für unsere amerikanische Schwesterpublikation Computerworld zusammengestellt."Ach übrigens, bis morgen wird das Projekt nicht fertig."Sie sollten Ihren Chef darüber informieren, dass ein Projekt in Schwierigkeiten steckt. Aber Sie tun gut daran, das rechtzeitig zu tun. Warten Sie nicht bis kurz vor der Deadline, sondern geben Sie Ihrem Chef Zeit, eine Lösung zu finden (lesen Sie auch die Empfehlungen von Peter Horváth)."Die Aufgabe steht nicht in meinem Arbeitsvertrag."Beharren Sie nicht darauf. Auch einmal außerhalb Ihres Spezialgebiets einzuspringen, erweitert Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen. Vielleicht ergeben sich so sogar neue Karrieremöglichkeiten."Das wollten Sie also? Ups."Wenn Ihnen die Aufgabenstellung nicht klar ist, fragen Sie unmittelbar nach. Wer gleich zu Beginn kluge Fragen stellt, zeigt, dass er mitdenkt und nicht nur wie ein Roboter Anweisungen befolgt (Controller müssen sich besser verkaufen)."Dave ist ein Trottel. Bitte tun Sie was gegen ihn."Mit kleinen zwischenmenschlichen Problemen rennt man nicht zu seinem Chef. Anders ist die Lage, wenn jemand völlig inakzeptabel handelt. Dann sollten Sie Ihren Vorgesetzten informieren."Ich sag das ungern, aber Tom ist schuld."Überlassen Sie die Beurteilung der Leistung Ihrem Chef. Wenn es in einem Projekt schlecht läuft, bringen Sie Verbesserungsvorschläge anstatt den Schwarzen Peter an andere zu schieben. Wer andere anschwärzt, bleibt als schlechter Teamarbeiter in Erinnerung."Wollen Sie mein Freund auf Facebook sein?"Schlechte Idee, den Chef ins Netzwerk einzuladen. Auch wenn er ja sagt, hat das zur Konsequenz, dass sich ihr Privatleben und ihr Job plötzlich miteinander vermischen. In Umfragen sagt etwa die Hälfte der befragten Chefs, dass sie sich ungern mit ihren Mitarbeitern auf Facebook und Co. vernetzen."Ich dachte, das müssen Sie nicht wissen."Wenn Sie sich bei einer Sache nicht sicher sind, ob Sie es nach oben melden sollen, versetzen Sie sich in Ihren Chef: Will er das wissen? Hilft es den Zielen des Teams, wenn über das Thema gesprochen wird? Sagen Sie ihm ruhig auch mal, dass alles gut läuft. Das zeigt, dass Sie alles unter Kontrolle haben (andererseits können auch Vorgesetzte eine Menge tun, um ihr Team nicht zu verärgern)."Überraschung! Ich bin dann mal weg."Einen Mitarbeiter zu ersetzen, ist zeitaufwendig und teuer. Kein Chef macht das gern. Bevor Sie Hals über Kopf gehen, diskutieren Sie Dinge mit Ihrem Chef, die Sie über einen Weggang nachdenken lassen. Vielleicht lassen sich die Probleme beheben (laut Umfragen vernachlässigen viele Vorgesetzte ihre Mitarbeiter). Mit freundlicher Genehmigung der CFOWorld-Schwesterpublikation CIO.
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