Reform des Finanzmarkts

Basel III auf einen Blick

Die Reformen sollen die Eigenkapitalanforderungen an Banken verschärfen, greifen aber weiter. Für Diskussionstoff ist gesorgt. Doch hier noch einmal die Neuerungen.

4. Okt 2010

von Sascha Alexander

Nach dem der Entwurf zur Reform der Finanzmärkte Mitte September von der Gruppe der Zentralbankpräsidenten und Leiter der Bankenaufsichtsbehörden sowie dem Leitungsgremium des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht vogestellt wurde, beginnt nun ein mehrjähiger Prozess der Umsetzung, der mit Sicherheit noch einige Änderungen nach sich ziehen wird (siehe auch das Interview mit BaFin-Präsidenten Joachim Sanio).

Einige sich sich jedoch alle Marktbeobachter, dass Basel III den Finanzmarkt drastisch verändern könnte, aber auch die Kaptitalbeschaffung und -vergabe vor allem im Mittelstand erschweren könnte (siehe beispielsweise die Schätzungen zum Eigenkapitalbedarf der Banken).

Doch was steht bislang überhaupt zur Diskussion und Umsetzung? Die Experten von PriceWaterhouseCoopers haben die zentralen Änderungen zusammengefasst:

1. Höhere Kapitalquote

Die wohl prominenteste Änderung ist die, dass sich die Mindestanforderungen für das so genannte harte Kernkapital („common equity“) von 2 Prozent auf 4,5 Prozent erhöhen. Diese Verschärfung soll schrittweise bis zum 1. Januar 2015 umgesetzt werden. In diesem Zeitraum erhöht sich auch die Anforderung an die Tier 1 Capital Quote von bislang vier Prozent auf sechs Prozent. Andere Finanzinstrumente können in dieser Quote  berücksichtigt werden, wenn diese die Basel-III-Anforderungen erfüllen.

Artikelinhalt