
Für die Zeit nach der Wirtschaftskrise heißt es für CFOs, schnell wieder Tritt zu fassen. Nachfolgend strategische Themen, auf die Sie eine Antwort haben müssen.
Zwar gibt es erste Anzeichen für eine Erholung der Finanzmärkte und vor allem der Wirtschaft, doch bleiben das Ausmaß, Zeitpunkt und die Art der Belebung ungewiss. Trotzdem muss der CFO schon heute Faktoren wie die künftige Gehaltsentwicklung, Inflationsrate, internationale Handelsvolumina oder plötzliche Währungsschwankungen in seinen Planungsszenarien abbilden. Ebenso gehört es zu seinen Aufgaben, zusammen mit dem Management realistische Annahmen über die künftige Entwicklung zu entwickeln und angemessene Kennzahlen zu definieren, die sich nicht an den Zeiten vor dem Crash orientieren.
Krisenzeiten sind oft der Auslöser für Personalmaßnahmen sowie zur Umstrukturierung im Unternehmen oder in der Lieferkette. Zieht die Wirtschaft wieder an, sind solche Veränderungen ungleich schwieriger durchzusetzen. CFOs sollten daher jetzt Kollegen anderer Abteilungen nochmals auffordern, ob alle nötigen Maßnahmen ergriffen wurden und ob sie tatsächlich helfen, die internen Kostenstrukturen mittelfristig zu verbessern.
Unternehmen, die auf die Krise vorwiegend mit Kosteneinsparungen und einem rigoroseren Working Capital Management reagieren, könnten bei eine Belebung der Märkte eine unangenehme Erfahrung machen: Sie haben ihre Prozesse derart ausgedünnt, dass sie eine steigende Nachfrage nicht angemessen bedienen können. Nachträgliche Kosten und Probleme mit der Produktqualität drohen. CFOs sollte daher jetzt mit Kollegen sprechen, wie es um die eigene Lieferkette bestellt ist.
Wie in früheren Wirtschaftskrisen scheint sich auch in der jetzigen Situation der Börsenwert von Unternehmen schneller zu erholen als andere fundamentale Kennzahlen der Weltmärkte. Unternehmen mit ausgeprägter Übernahmestrategie sollten daher nicht abwarten, bis sich die Erholung allgemein bemerkbar macht, sondern frühzeitig aktiv werden. Ansonsten könnte ihnen ein besser vorbereiteter Wettbewerber zuvorkommen oder sich der Preis des Übernahmekandidaten erhöhen (lesen Sie auch unsere monatlichen Übersichten zu Mergers und Akquisitions mit deutscher Beteiligung).
Im letzten Jahr wurden viele Verhandlungen über Allianzen und Joint Ventures angesichts der Wirtschaftslage auf Eis gelegt. Dieses Jahr könnten Partner wieder zu Gesprächen bereit sein. Auch weil sie unter wachsenden Erfolgsdruck stehen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Vorteile einer Kooperation klar erkennbar sind.

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