
Die systematische, aber zugleich gezielte Auswertung immer größerer Datenmengen unterschiedlicher Herkunft und Struktur wird künftig wesentlich über den Erfolg einer Unternehmenssteuerung entscheiden.
Schon seit einiger Zeit macht in Analystenkreisen und unter den Anbietern von Software für Analyse und Reporting der Begriff "Big Data" die Runde. Gemeint ist damit die gewaltige Vermehrung der heute verfügbaren Informationen, deren Nutzung und Auswertung IT und Management vor immer größeren Herausforderungen stellt.
„In den letzten 2000 Jahren haben die Menschen rund 1 Zetabyte an Daten generiert, 2011 könnte sich diese Menge bereits verdoppeln, bis 2015 sogar auf 15 Zetabyte ansteigen, prognostizierte jetzt Wolf Lichtenstein, Geschäftsführer von SAS Institute auf der Kundenveranstaltung „SAS forum 2011“ in Mannheim.
Diese oft als „Datenflut“ umschriebene Entwicklung verlangt nicht nur einen Ausbau der IT-Infrastruktur (Speicher, Datenbanktechnik u.a.). Vielmehr sind Ansätze gefragt, wie sich aus der schieren Masse der verfügbaren Daten, die heute nur zu rund 10 Prozent strukturiert, also etwa in Datenbanken vorliegen, noch die dringend benötigten Informationen für Analysen und das Monitoring der Geschäftsprozesse intelligent herausfiltern, besser strukturieren und leichter zugänglich machen lassen (siehe beispielsweise den Bericht von McKinsey zu den Implikationen von Big Data).
Laut Lichtenstein müssten hierfür Analysetechnik und analytische Verfahren unternehmensweit verfügbar sein und wie eine „analytische DNA“ allen Prozesse bis hin zur Produktion durchdringen – ohne dabei indes eine klaren Nutzennachweis solcher Technik und Investitionen zu vernachlässigen.

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