
CFOs gewöhnen sich daran, über IT-Investitionen zu entscheiden. Doch sollten sie auf den CIO Rücksicht nehmen, denn in Compliance-Fragen brauchen Finanzchefs seine Loyalität.
Die Debatte um die Management-Verantwortlichkeit für die IT wird immer lebhafter. Wie berichtet ließen in einer Umfrage unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com IT-Vorstände ihrem Unmut freien Lauf: Oft müssen Sie an den CFO statt direkt an den CEO berichten. „Wieso ist der CFO mein Boss?“, fragen sich viele CIOs (Chief Information Officer). Kurz darauf bestätigte eine Umfrage von Gartner, dass der CFO immer mehr zum IT-Entscheider wird. Seither äußern viele Experten und Insider ihre Sicht der Dinge – auch in Massenmedien wie der Financial Times (FT).
Auf FT.com schrieb kürzlich Ade McCormack, Gründer der IT-Beratung Auridian, über Ansprüche an eine zukunftsweisende IT. In seinem Beitrag macht McCormack keinen Hehl daraus, dass er den Berichtsweg des CIOs an den CFO lediglich in unausgereiften Organisationen für passend hält.
Die Krise habe die CIOs in eine Bredouille gebracht, so der IT-Berater. „Viele mussten einen akuten Kollateralschaden für ihre Karrieren hinnehmen, weil dem Ausbruch der Rezession ziellose Kostenmanagement-Initiativen folgten.“ Offen ist jetzt laut McCormack, ob sich der Schalter umlegen lässt hin zu einer offensiven Unternehmensstrategie, in der IT-Investitionen eine tragende Säule sind. Dahinter steckt mithin die zentrale Frage, wie sich Business und IT besser verzahnen lassen.
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