Zu hohe IT-Verwaltungskosten am Arbeitsplatz

Client Management statt Kostenchaos

Die Lizenz- und Verwaltungskosten für Arbeitsplatzrechner und Laptops sind vielen Unternehmen zu hoch. Ein systematisches Client-Management könnte die Kosten senken.

von Werner Kurzlechner, am 3. Februar 2010

Bei der Suche nach Einsparpotenzialen in der eigenen Unternehmens-IT, sehen viele Unternehmen noch reichlich Potenzial bei der Verwaltung der Arbeitsplatzrechner. Dies bestätigt jetzt die Studie "Client und Application Management" der Brain Force Software GmbH, in der 2000 Unternehmen in Deutschland und Österreich zu ihren Sparplänen befragt wurden.

Danach erklärten 86 Prozent der Firmenvertreter, dass die Kosten der Client-Verwaltung runter müssten. "Gefragt ist die Einführung eines zentralisierten und standardisierten Client Managements, mit dem sich die IT-Kosten deutlich reduzieren lassen", kommentiert  Heinz Schmutzler, Head of Infrastructure Optimization bei Brain Force, dieses Ergebnis.

Wie hoch die Erwartungen an güsntigere Arbeitsaumgebungen sind soll auch ein weiterer Wert in der Studie belegen: Auf einer Skala von 1 für "sehr wichtig" bis 4 für "nicht wichtig" erreicht die Kostensenkung als Anforderung an die Client-Infrastruktur einen Mittelwert von 1,69. Dieses Ergebnis sei laut Martin Friedrich, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Brain Force, ein weiterer Beleg dafür, dass etwas in punkto Kosten-Management passieren muss: "IT-Abteilungen sind gefordert, als Profit Center ihren Beitrag zum finanziellen Erfolg eines Unternehmens zu leisten."

Studie Brain Force zu Client Management

 

Durchblick dank Lizenz-Management

HIlfe verspricht ein durchgängiges Client Management – also die komplette Administration sämtlicher Arbeitsplatzrechner im Unternehmen. Vor allem wenn es vielfältige Softwarelizenzen gibt, ist beispielsweise der Einsatz von Tools zum Lizenz-Management zu empfehlen. Diese Werkzeuge sorgen für eine ständig aktuelle Inventarisierung der benutzten Software und ermöglichen einen raschen Überblick, um überflüssige Lizenzen abzustoßen, bessere Einkaufskonditionen auszuhandeln oder Unterlizenzierung zu vermeiden.

Thin Clients halten Stromkosten in Zaum

Ebenfalls zum Client Management sollte die Nutzung von Thin Clients gehören. Diese kleinformatigen Rechner fressen laut Brain Force wesentlich weniger Strom als herkömmliche PCs, und auch der Wartungsaufwand fällt deutlich geringer aus.

Kürzlich rechnete Frank Lampe, Marketing Director beim Hardware-Hersteller Igel Technology GmbH, im Interview mit www.cfoworld.de vor, dass laut einer gemeinsamen Studie mit dem Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen durch Thin Clients bei der Wartung ein Einsparpotenzial von etwa 70 Prozent und beim Energieverbrauch von rund 50 Prozent realistisch sei.

Die kostentechnische Kehrseite des Thin Client-Ansatzes ist allerdings, dass ein besonders leistungsstarker und deshalb teurer Server die Arbeit der eingesparten Rechnerleistung am Arbeitsplatz quasi mitübernehmen muss. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts lohnt sich die Umstellung daher erst ab etwa einem Dutzend Mitarbeiter.

 

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