Commodity Trading, Hedging

Commodity Risiken verringern

Mit einem Konzept zum Commodity Trading und Risk Management (CTRM) können Unternehmen diesen Risiken angemessen begegnen und geeignete Maßnahmen ergreifen. Nachfolgend einige Tipps dazu.

von Folker Trepte und Volker Lischke, am 16. Oktober 2011

Die globalen Märkte haben sich enorm verändert: So führten beispielsweise die steigende Nachfrage nach Metallen oder neue Funde von Erdgas in Gesteinsschichten, die bisher nicht ausgebeutet wurden, zu hohen Volatilitäten in den finanziellen und physischen Commodity-Märkten (siehe auch die Informationen bei PriceWaterhouseCoopers zu Internationalisierung).

Sowohl interne als auch externe "Stakeholder" der im Commodity-Bereich tätigen Handelsunternehmen, aber auch die der produzierenden Unternehmen mit hohen Energie- und Commodity-Risiken, richten ihr Augenmerk immer stärker auf das Risiko- und Kontrollumfeld.

Mangelnde Risikokontrollen

Dabei wird deutlich, dass Risikoneigung einerseits und Risikotransparenz sowie Risikokontrolle andererseits häufig nicht im Gleichgewicht stehen. Stattdessen werden einzelne Risikobereiche allzu oft isoliert betrachtet und die Interaktion mit anderen Unternehmensteilen und Risikobereichen vernachlässigt.

Viele betroffene Unternehmen versuchen, den daraus resultierenden "Credit und Market Risk Exposures" durch eine wachsende Absicherung ihrer Positionen zu begegnen. Es gilt, geeignete finanzielle und physische Handelsmarktprodukte zu identifizieren.

Erhöhtes Working Capital

Dies führt zum Beispiel zu einer signifikanten Erhöhung des Working Capitals, das für Margin-Zahlungen an Börsen benötigt wird. Ein weiterer Effekt ist ein höherer Aufwand bei der Kreditwürdigkeitsprüfung von Marktpartnern. Die abgeschlossenen Transaktionen am Markt haben weitreichende Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse und das interne Kontrollsystem.

Gesetzgeber und außerbörslicher Handel

Auch der Gesetzgeber schenkt diesen Themen immer mehr Aufmerksamkeit. Entsprechend rasant verändert sich das regulatorische Umfeld für Unternehmen, die an Commodity Märkten handeln. So wird beispielsweise gerade eine umfassende Überwachung von Nicht-Finanzunternehmen durch externe Aufsichtsbehörden diskutiert. Für die Abwicklung von Geschäften im außerbörslichen Handel hieße dies, dass künftig analog der Börsenpraxis Sicherheiten zu hinterlegen wären.

Unternehmen müssen sich heute bewusst sein, welche Möglichkeiten und Herausforderungen ein sich veränderndes Handelsumfeld mit sich bringt und welche Rolle das Risikomanagement einnimmt (siehe beispielsweise die Risikostrategie von Andreas Helber, CFO der Baywa).

Nachfolgend eine Checkliste für den Aufbau eines effektiveren Risikomanagements:

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