
Beim TÜV Rheinland ist das Controlling dank Beratung und Datenanalyse allgegenwärtig und willkommen, erzählt CFO-Beirat Marcus Staude. Und auch ein Wertbeitrag gelingt.
CFOworld: Herr Staude, wie verstehen Sie Ihre Rolle als Bereichsleiter Konzerncontrolling beim TÜV Rheinland?
Staude: Ein zeitgemäßes und modernes Controlling versteht sich als Partner und Dienstleister von Management und Operations. Natürlich muss ich mein Handwerkszeug beherrschen und es effizient nutzen können. Ebenso wichtig ist es jedoch, das Geschäft meines Unternehmens wirklich umfassend zu verstehen. Statt nur Finanzzahlen beizusteuern, muss ein erfolgreiches Controlling beratend und bereichsübergreifend auftreten und dabei auch praktische Maßnahmen definieren und umsetzen helfen (CDU-Wirtschaftsrat Kurt Lauk sprach auch einmal im CFOworld-Interview von der Funktion eines Gatekeepers).
CFOworld: Wie weit können Sie diesen Anspruch tatsächlich erfüllen?
Staude: Die Geschäftsverantwortlichen verstehen ihr Geschäft und ihren Markt besser als wir. Mit unserer übergreifenden Erfahrung und Objektivität können wir aber die Geschäftseinheiten unterstützen, sich weiter zu verbessern. Damit wir optimale Ergebnisse und Services erbringen können, haben wir unser Controlling intern spezialisiert. So gibt es bei uns Experten für Business Intelligence, die die benötigten Informationen verarbeiten und zur Verfügung stellen. Dadurch haben die Business Controller, die die Geschäftseinheiten betreuen, die nötige Zeit für vertiefende Datenanalysen, die Ableitung von Maßnahmen und – sehr wichtig – die interne Kommunikation (mehr Tipps und Hintergründe zum Thema Datenanayse und Performance Management finden Sie hier).
"Ich muss das Geschäft meines Unternehmen wirklich umfassend verstehen"
CFOworld: Geht es auch darum, den viel zitierten Wertbeitrag zum Unternehmen zu leisten?
Staude: Eindeutig ja. Wir liefern entscheidungsrelevante, verlässliche und zukunftsgerichtete Informationen, mit denen wir das Management bei seinen Entscheidungen unterstützen, und wir beteiligen uns aktiv an der Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Strategie. Damit leisten wir einen Wertbeitrag. Diesen in Euros zu bewerten, ginge zwar, aber viel wichtiger ist zu sehen, dass die Informationen dem Management helfen, operativ erfolgreich zu sein.
Konkret lässt sich unser Beitrag auf Projektebene nachweisen. So gab es beispielsweise ein weltweites Programm zur Steigerung der Produktivität in der Verwaltung, für das wir zunächst eine Kostenanalyse und Benchmarking vorgenommen haben. Anschließend haben wir mit unseren internen Partnern Lösungsansätze entwickelt, Maßnahmen definiert und deren Umsetzung begleitet. Anhand der durch das Programm entstandenen Kosteneinsparungen können wir den Erfolg unserer Anstrengungen konkret beziffern (lesen Sie auch, was Andreas Klotz, Finance Director bei PUMA, über den Wertbeitrag denkt).
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