Reporting, Analyse, Budgetierung

Daumen hoch für Business Intelligence!

Wie und wofür nutzen IT und Controlling Software für Business Intelligence und wie zufrieden sind sie? Ein Umfrage unter CFOs und CIO gibt Aufschluss.

von Werner Kurzlechner, am 16. November 2010

Die CFOs deutscher Firmen sind mit ihren aktuellen Lösungen für Business Intelligence (BI) mehrheitlich zufrieden. Dies zumindest ergabe die Studie „Business Intelligence  - Entwicklung und Potenziale 2010“ des Beratungshauses RAAD Research. Akuter Verbesserungsbedarf besteht demnach nur in etwa jedem zehnten Unternehmen.

Die ebenfalls im Rahmen der Studie zu ihrer Zufriedenheit mit Software für Reporting und Analyse befragten CIOs waren indes deutlich kritischer als ihre Finanzkollegen. Sie bemängelten insbesondere den Betriebs- und Pflegeaufwand sowie die fehlende Flexibilität der Produkte (ein Weg zu erfolgreicheren und strukturierten BI-Vorhaben ist der Aufbau von Business Intelligence Competence Centern).

Report-Aufbau, Antwortzeiten, Adhoc-Analysen

Im Einzelnen klopfte RAAD Research drei, in der Praxis häufig für Verdruss sorgende Engpässe von BI-Lösungen ab: die System-Performance bei der Erstellung von Reports, die Antwortzeiten bei Adhoc-Analysen und die  Erstellung eigener Analysen. Weil es nur minimale Abweichungen in diesen drei Bereichen gibt, fällt das Urteil über die BI-Landschaft ziemlich klar aus. Etwa mehr als die Hälfte der CFOs sind zufrieden oder sehr zufrieden, gut 35 Prozent äußerten sich gespalten, zehn bis zwölf Prozent müssen sich allzu oft mit Problemen herumschlagen (allerdings zeigen andere Umfragen, dass viele Nutzer mit der Komplexität der Produkte überfordert sind).

Ncht jedes Unternehmen nutzt BI-Software

Letztlich eine gute Zensur also, dennoch erkennt RAAD Research die eine oder andere Schwäche. So haben acht Prozent der Firmen für ihr Reporting überhaupt keine Software im Einsatz, ein weiteres Fünftel erledigt das Anfertigen von Berichten mit Excel. Dies deute auf fehlende Funktionalität oder eine Mangel an Verständnis für vorhandene Funktionalität hin, befinden die Analysten (lesen Sie auch unsere Buchempfehlungen für den Einstieg in das Thema Business Intelligence).

Excel: Integration statt Ablösung

Es spiegele sich aber auch eine hohe Wertschätzung der Controlling-Mitarbeiter für Excel wieder. "Eine Ablösung von Excel kann daher nicht in allen Fällen das Ziel einer BI-Strategie sein", so RAAD Research. Notwendig sei vielmehr eine konsistente Integration dieses Tools (lesen Sie auch unsere Excel-Tricks).

RAAD reiht sich damit ein in die Expertenriege, die Excel-Spreadsheets für unausrottbar in BI-Anwendungen hält. „Wir alle wissen, dass der Krieg gegen die Ausbreitung von Spreadsheets in Unternehmen geführt und verloren wurde“, schrieb vor einigen Monaten Forrester-Analyst Boris Evelson im hauseigenen Blog. Evelson riet ebenfalls zur Integration. BI-Anbieter wie Oracle bieten längst spezielle Spreadsheet-Add-Ins an.

 

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