
Viele Führungskräfte sind entnervt. Sie halten ihre Organisationen nicht für wandlungsfähig und fühlen sich wie ihre Mitarbeiter überfordert von immer neuen Anforderungen.
Optimierte Prozesse, Restrukturierungen, Reduzierung der Kosten: So versuchen die Firmen gemeinhin, die Krise zu bewältigen. Aber diese Antworten sind unzureichend, meint die Boston Consulting Group (BCG). In ihrer Studie „Organisation 2015 Design to win“ weisen die Berater die Unternehmensführer in eine andere Richtung – die der weichen Management-Kompetenzen.
"Über Erfolg und Misserfolg entscheiden nicht die klassischen harten Dimensionen von Organisation: Strukturen, Prozesse und Steuerungsmechanismen. Erfolgskritisch sind vielmehr die vermeintlich weichen Aspekte der Organisation: Führung und Mitarbeiter, Kooperation und Veränderungskompetenz", heißt es in der Studie.
Als Folge der Globalisierung prägten Unsicherheit, hoher Wettbewerbsdruck und Komplexität das wirtschaftliche Umfeld. Für die Studie hat die BCG über 1.000 Führungskräfte und Organisationsspezialisten befragt und mehr als 100 Reorganisationen ausgewertet. Strategien und Geschäftsmodelle seien in Bewegung, Organisationen müssten immer schneller, flexibler, differenzierter und zugleich effizienter agieren.
Strukturelle und formale Organisationselemente eigneten sich für diese Herausforderungen aber nicht, so die BCG. Sie lassen sich weder schnell genug anpassen, noch bilden sie die gestiegene Komplexität globaler Geschäftsaktivitäten adäquat ab.
"Stattdessen müssen Organisationen weiche Kompetenzen ausbauen, um auch jenseits von formalisierten Strukturen und Abläufen handlungsfähig und innovativ zu sein", fordert die Boston Consulting Group in der Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse.
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