
Hätten staatliche Kredite die Krise verhindert? Wozu braucht Siemens eine Banklizenz? Wo sind die fetten Jahre geblieben? Wieso schwächelt der deutsche Export trotz Rekordjahr? Kann Deutschland die Eurozone tragen? Leseempfehlungen der Redaktion zum Wochenende.
Redakteure und Blogger tragen jede Woche in ihren Artikeln spannende Informationen und Ansichten rund um aktuelle Themen in der Wirtschaft zusammen. CFOworld stellt fortan regelmäßig eine kleine Auswahl vor (lesen Sie auch: CFOworld am Sonntag ist da!).
Die Beiträge verstehen sich oftmals als Grundlage für ausgiebige Diskussionen - sowohl in den Kommentaren direkt unter dem jeweiligen Artikel als auch über Twitter. Schenken Sie auch ihnen Beachtung, es lohnt sich!
Die Redaktion wünscht anregende Lektüre und ein erholsames Wochenende.
Michael Hudson: Gute Bank, böse Bank
Adam Smith wies einst darauf hin, dass nicht ein Staat jemals seine Schulden zurückzahlte. Aber welcher Gläubiger gesteht sich gerne ein, dass ein Schuldner zahlungsunfähig ist? Hudson schildert einen Kampf zwischen Staaten und Banken, dessen Ergebnis derzeit noch absehbar sei. Dabei hätte es nicht dazu kommen müssen: Einst wurden Notenbanken gegründet, um Haushaltsdefizite zu finanzieren. Hätten staatliche Kredite auch zu einer derartigen Inflation von Vermögenspreisen geführt? (Bild: Pixelio / Clearens-images.de)
Höpner / Reuter: "Wir wollten sehr schnell sehr viel" - Interview mit Joe Kaeser
Früher spottete man über Siemens, es sei eine Bank mit angeschlossener Elektroabteilung. Mittlerweile beantragte das Unternehmen tatsächlich eine Banklizenz. Im Interview beantwortet Joe Kaeser, Chief Financial Officer (CFO) von Siemens, Fragen zu unzufriedenen Aktionären, zum Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens und zu besagter Banklizenz. (Bild: Siemens)
Dieter Spethmann: Der Euro plündert Deutschland
Dauerhafte Krisenhilfe wird die Harmonisierung der europäischen Wirtschaftsstruktur nicht vorantreiben. Dies sei jedoch das Kernproblem, schreibt Spethmann. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Thyssen AG argumentiert in einem langen Aufsatz leidenschaftlich gegen den Verbleib Deutschlands in der Eurozone. (Bild: Pixelio / Gerd Altmann)
Frank Meyer: Die fetten Jahre sind vorbei
Peter Struck soll im Jahr 2008 den damaligen Bundesfinanzminister darum gebeten haben, die Wirtschaftsweisen abzuschaffen - sie würden vor allen Dingen viel heiße Luft produzieren. Einer aktuellen Prognose des Wirtschaftsweisen Wolfgang Franz zufolge seien die fetten Jahre vorbei. Meyer fragt: Welche fetten Jahre bitte? Die offiziellen Statistiken ließen jedenfalls keinen Rückschluss zu.
Deutscher Export schwächelt im Dezember
Das deutschsprachige Blog Querschüsse diskutiert Daten des Statistischen Bundesamts zu deutschen Exporten im Jahr 2011. Das Exportvolumen breche Rekorde: rund eine Billion Euro, ein Anstieg zum Vorjahr von etwa 11 Prozent. Abseits des Jubels zeigen sich aber negative Rückkopplungen: Der Niedergang der südlichen Staaten in der Eurozone sei auch in Deutschland zu spüren. (Bild: Querschüsse)
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