Prognosegüte, Aktien, Finanzkrise

Die CFOworld-Leseecke

Sind Affen an der Börse erfolgreicher als Makler? Fördert Lärm die Kreativität? Was hat Ökopathie mit Tütensuppe zu tun? Wieso haben Deutsche hauptsächlich heimische Aktien im Depot? Dient das Internet als Lösung für die Finanzkrise? Leseempfehlungen der Redaktion zum Wochenende.

24. Feb 2012

Redakteure und Blogger tragen jede Woche in ihren Artikeln spannende Informationen und Ansichten rund um aktuelle Themen in der Wirtschaft zusammen. CFOworld stellt fortan regelmäßig eine kleine Auswahl vor (lesen Sie auch: CFOworld am Sonntag ist da!).

Mehr zum Thema

Die Beiträge verstehen sich oftmals als Grundlage für ausgiebige Diskussionen - sowohl in den Kommentaren direkt unter dem jeweiligen Artikel als auch über Twitter. Schenken Sie auch ihnen Beachtung, es lohnt sich!

Die Redaktion wünscht anregende Lektüre und ein erholsames Wochenende.

Mario Nefischer: Der Prognose-Irrsinn in der Krise

In den USA gibt es 60.000 Ökonomen. Viele von ihnen sollen Krisen und Zinsen vorhersagen. Diejenigen, die zweimal hintereinander richtig liegen, würden Millionen verdienen. Den meisten bleibt das Geld verwehrt. Nefischer berichtet über eine Krise, die es gemäß den Prognosen von Nobelpreisträgern nie hätte geben dürfen. Wussten Sie, dass Affen höhere Börsengewinne als professionelle Makler erzielen? Der Irrsinn in Bezug auf Prognosen kenne kaum Grenzen. (Bild: banknews.at)

Christopher Shea: A Creative Buzz

Lärm fördert die Kreativität. Zumindest dann, wenn es sich um moderaten Lärm handelt. Etwa 70 Dezibel seien der Kreativität förderlich. Dies entspricht in etwa dem durchschnittlichen Lärmpegel in einem Café. Während Shea die Methodik der wissenschaftlichen Studie zusammenfasst, rücken wir derweil die Stühle zurecht und bestellen schon einmal einen Cappucino.

Gunter Dueck: Ökonomie erzeugt planmäßig Tütensuppenniveau - ist das Ökopathie?

Wo sind nur die unverwechselbaren Originale hin? Genies erfinden zunächst wundervolles Einzelnes - Unikate eben. Diese werden dann analysiert und für Massen produziert. Zum Schluss werden sie zum Discount angeboten. Geht das nicht zu weit? Dueck glaut, vor lauter Industrialisierung haben wird das Erschaffen von Neuem zu sehr heruntergefahren. Das Geheimnis eines Originals liege jedenfalls in seiner klaren Einfachheit. Nach ökonomischer Logik ist damit wohl Tütensuppe gemeint. (Bild: SciLogs)

  • Veröffentlicht am 23. Februar 2012 von SciLogs.

Christin Stock: Zuviel Deutschland im Depot

Deutsche Anleger vertrauen gerne auf Aktien heimischer Unternehmen, unter anderem auf BMW. Doch selbst als Liebhaber sportlicher Automobile sei der Aktienkurs schwer einschätzen. Und dennoch: Lieber BMW als Aktien eines japanischen Autoherstellers. Wieso eigentlich? Stock disktuiert den sogenannten Home Bias.

  • Veröffentlicht am 23. Februar 2012 von blognotion.

Edmund Phelps: Zurück zu den Ursprüngen des Kapitalismus

Funktionsgestörte Unternehmen, versteinerte Ökonomien, verschuldete Nationen - von Kapitalismus kann schon lang keine Rede mehr sein. Der freie Markt werde ausgesetzt, Unternehmen im Namen des öffentlichen Interesses künstlich am Leben gehalten. Es sei eine Frechheit, so Phelps, dieses System als "rücksichtslosen Kapitalismus" zu bezeichnen - Korporatismus sei die treffendere Bezeichnung. Wir sollten zu den Wurzeln des Kapitalismus zurückkehren, sagt Phelps. Ausgerechnet das Internet soll dabei als Vorbild dienen. (Bild: wikipedia.de)

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