
Ein Problem liegt im Unbehagen vieler Unternehmensmanager, die eine zu große Distanz zu den gar nicht mehr so neuen Entwicklungen haben. Sie unterschätzen die Entwicklungen. Die meisten Top-Entscheider in Unternehmen gehören der Generation 40+ an und stehen den neuen Instrumenten skeptisch bis ablehnend gegenüber und übersehen dabei, dass die stark wachsende Gruppe der «Digital Natives» zunehmend selbst in Entscheiderpositionen Platz nimmt (lesen Sie auch, was junge Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber erwarten).
Der typische Manager ab etwa Mitte 40 hält sich für internet-affin und offen gegenüber neuen Techniken. Er bestellt Bahn- oder Flugtickets online, kauft bei Amazon, beteiligt sich aber nicht an den Rezensionen. Er liest neben der Tageszeitung in Papierform Nachrichten online, nutzt aber selten Weblogs, Twitter oder Facebook. Er kommuniziert per Mail und nutzt Xing nur als erweitertes Adressbuch (erst vor kurzem kritisierte auch die CFOworld-Schwesterpublikation in Australien das geringe Interesse der CFOs an Social Media).
Natürlich weiß er etwas mit der Wikipedia anzufangen, beteiligt sich aber nicht an ihrer Aktualisierung. Die Nutzung von SchülerVZ und Facebook durch die eigenen Kinder begleitet er mit einer Skepsis, weiß aber, dass Verbote zwecklos sind. Er hat seinen Kindern die Nutzung von Tauschbörsen untersagt, ahnt aber nicht, dass sie sich für ihr Alter nicht geeignete Filme über Streamingangebote ansehen.
Das Teilen von Informationen im Netz ist ihm suspekt und eigentlich überhaupt nicht notwendig, denn man wisse ja, was man wissen muss und gebe diese Informationen an die Personen weiter, für die es notwendig ist.
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