Wirtschaftskriminalität

Eine Frage der Mehre

Betrügen, klauen ,veruntreuen - die Bedrohung deutscher Unternehmen durch Wirtschaftskriminalität in ihren eigenen Reihen steigt. Die Verluste gehen in die Millionen.

von Alexa v. Busse, am 18. Februar 2010

Die häufigsten Arten von Wirtschaftskriminalität, Copyright: KPMG AG

Die häufigsten Arten von Wirtschaftskriminalität seit 1999, Quelle: KPMG AG

 

300 Unternehmen sind im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG für die neue Studie zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland befragt worden - 37 Prozent davon gaben an, in den letzten drei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität gewesen zu sein. Leiter des Fachbereichs Forensic der KPMG AG: Frank Martin Hülsberg"Trotz dieser alarmierenden Ergebnisse unterschätzen vor allem mittelständische Unternehmen noch immer die Gefahr, Opfer von Wirtschaftskriminalität zu werden", so Frank Hülsberg, Leiter des Fachbereichs Forensic bei KPMG.

Unternehmen unterschätzen die Gefahren

Jedes zweite Unternehmen wiegt sich in trügerischer Sicherheit: 56 Prozent sind der Meinung, ihr Betrieb sei weniger anfällig für Wirtschaftskriminalität als ein Großunternehmen. Drei von vier mittelständischen Unternehmen (76 Prozent) glauben, ihre Präventionsmaßnahmen seien ausreichend.

Die klassisch anfälligen Bereiche eines Unternehmens sind Einkauf und Vertrieb, daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Doch andere Geschäftsbereiche wie die Rechnungslegung oder das Kreditmanagement sind auf dem Vormarsch. Die Experten der KPMG AG warnen vor allem vor Reputationsschäden in diesen Bereichen.

 

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