
Das Zahlungsprozesse vielerorts nicht rund laufen, ist bekannt. Wie groß die Probleme tatsächlich sind, hat jetzt eine weltweite Umfrage näher beleuchtet.
Durchschnittlich in jedem dritten Unternehmen haben Fehler in Rechnungen und ressortübergreifende Unstimmigkeiten schon einmal dazu geführt, dass Zahlungsaufforderungen nicht beglichen wurden. Oder das Geld ging an den falschen Lieferanten, was immerhin in 26 Prozent aller Unternehmen schon vorgekommen ist.Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Softwareherstellers Basware, an der nach eigenen Angaben 550 Unternehmen weltweit teilnahmen. Umgekehrt mussten 24 Prozent aller Unternehmen, beziehungsweise 34 Prozent aller deutschen Firmen, schon einmal aus den gleichen Gründen fehlende Zahlungseingänge hinnehmen (wie sehr CFOs ihren Prozessen misstrauen, hatte kürzlich auch eine andere Umfrage beleuchtet).Tausende Rechnungen sind fehlerhaftWie es um die Qualität der Einzelbelege steht, zeigt eine andere Auswertung in der Umfrage: von den 93.000 eingehenden Rechnungen, welche die Unternehmen durchschnittlich pro Jahr bearbeiten müssen, sind sieben Prozent fehlerhaft. Die Schuld geben ein Viertel der Befragten der fehlenden Kommunikation zwischen Kreditorenbuchhaltung und Einkaufsabteilungen sowie manuellen Prozesse beim Rechnungsmatching. 61 Prozent führten es die Fehler auf falsche Preisangaben zurück (mehr zum Thema Automatisierung von Buchhaltungsprozessen finden Sie hier)Skonti versäumt, Verzugszinsen gezahltAuch bei der Bezahlung besteht laut Studie Optimierungspotenzial: In den vergangenen zwölf Monaten hat jedes dritte Unternehmen Skonti-Möglichkeiten versäumt, bei 27 Prozent sind sogar Verzugszinsen entstanden. "Nach unseren Recherchen benötigen Firmen im Durchschnitt 18 Tage, um eine Rechnung durch die Kreditorenbuchhaltung zu schleusen", ergänzt Frank Wuschech, Geschäftsführer der Basware GmbH (lesen Sie auch wie sich die Kaptialbindungsdauer in europäischen Unternehmen entwickelt).Automatisierung der ProzesseAngesichts der langen Durchlaufzeiten und Kosten sind 60 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass eine zunehmende Automatisierung der Bestell- und Einkaufsprozesse helfen könnte, Fehler zu vermeiden, und 62 Prozent denken, dass sich auf diesem Weg auch die Rentabilität verbessern ließe. Bislang sind Purchase-to-Pay-Prozesse aber nur teilweise oder gar nicht integriert (vergleichen Sie sich auch mit unseren exklusiven Benchmarks für den Einkaufsprozess).
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unseren Newslettern. Einfach Email-Adresse eingeben und auf "Bestellen" klicken.