
Keine Kreditvergabe ohne Richtlinien: Das Credit Management prüft die Bonität von potenziellen Kunden. Diese werden intern einer Risikoklasse zugeordnet und ein entsprechendes Kreditlimit zugeteilt. Erst im Anschluss werden die eigenen Waren geliefert oder Dienstleistungen erbracht - und dem Kunden in Rechnung gestellt. Unternehmen versprechen sich dadurch Liquidität und geringe Zahlungsausfälle.
Das Credit Management zeichnet zudem dafür verantwortlich, dass die fälligen Forderungen eingezogen werden. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird dabei laufend überwacht. Sofern der Kunde sein Limit überschreiten möchte, steht es dem Management im Gegenzug frei, zusätzliche Sicherheiten von dem Kunden zu verlangen.
Der Bundesverband Credit Management e.V. (BvCM) gab die Mindestanforderungen an das Credit Management (MaCM) erstmals im Jahr 2006 heraus. Sie werden seither ergänzt und überarbeitet.
Der Verband spricht von einem Leitbild, das die elementaren Grundbestandteile eines funktionierenden Credit Managements beschreibt. Demnach werden zunächst gängige Fachbegriffe und Abkürzungen erläutert. Die übrigen Ausführungen wurden normativ formuliert, sprich: Sie beschreiben den Idealzustand, der bestenfalls erreicht werden soll.
Die MaCM grenzen im Wesentlichen die einzelnen Prozesse im Credit Management voneinander ab - angefangen bei der Bonitätsprüfung, bis hin zur Ausbuchung. Sie fordern, allgemein gesprochen, sowohl eindeutig definierte Zuständigkeiten als auch eine umfassende Dokumentation.