
Die Berechnung und Prognose künftiger Zahlungsströme, die kurz- und langfristige Kapitalbedarfsplanung sowie die Absicherung der Liquidität sind die vordringlichsten Ziele einer heutigen Finanzplanung.
Im Einzelnen umfasst sie idealerweise die Bereiche Grundsatzplanung, Maßnahmenplanung, die strategische, operative und taktische Finanzplanung sowie allgemein die Finanzkontrolle. Sind Finanz- Erfolgs- und Bilanzplanung in einem Gesamtsystem vereint, ist eine integrierte Finanzplanung erreicht.
Die Grundsatzplanung, Maßnahmenplanung, die strategische, operative und taktische Finanzplanung sowie allgemein die Finanzkontrolle sind Kernaufgaben der Finanzplanung.
Eine erfolgreiche und umfassende Finanzplanung setzt voraus, dass sie alle wichtigen Finanizerungsbereiche im Unternehmen überwacht. Hierzu gehören:
a) die Betriebsmittel wie Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Werkzeuge, Transport- und Fördermittel, Lagereinrichtungen sowie Büro- und Geschäftsausstattung, abe auch Energie sowie Rechte (Patente, Lizenzen).
b) Investitionen beispielsweise für Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Anlagen, für Waren- und Materiallager sowie Markterschließung und -einführung, Produktentwicklung, Schulungen.
c) Absatz/Vertrieb.
d) Innovationen, im Sinne von neuen Produkten aus Forschungs- und Entwicklung.
Die Kapitalbedarfsplanung soll anders als die Liquiditätsplanung langfristige Planungsinformationen für die Deckung des Kapitalbedarfs beabsichtigter Investitionen innerhalb der laufenden und zukünftigen Perioden (ab dem folgenden Jahr) bereitstellen. Wichtig ist es hierbei insbesondere, die korrekte Kapitalbindungsdauer zu errechnen, und die Liquidität des Unternehmens nicht zu gefährden.
Die Liquiditätsplanung behandelt und erfasst die ein- und ausgehenden Zahlungsströme des Gesamtbudgets innerhalb der betreffenden Budgetperiode, und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen soll. Im Gegensatz zum Kapitalbedarfsplan ist der Liquiditätsplan eine kurzfristige Planung mit einem Prognosezeitraum von weniger als einem Jahr.
Hierzulande angebotene Planungswerkzeuge enthalten oftmals Modelle für bestimmte Anwendungen oder Branchen. So gibt es beispielsweise ein großes Angebot an integrierten Finanzplanungswerkzeugen, die Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanung vordefiniert in einem integrierten Modell im Werkzeug umgesetzt haben.
Ebenfalls verbreitet sind vordefinierte Anwendungen, welche die Investitions- und Kredit- Vertriebsplanung umfassen. Alternativ bieten Planungswerkzeuge oftmals auch vordefinierte Modelle für bestimmte Branchen an (Energieversorgung, Logistik, Handel).
Zudem finden sich im Markt Werkzeuge zum Aufbau von Planungsanwendungen, die im Kern über eine flexible Entwicklungsplattform verfügen, mit denen sich individuelle oder hochstandardisierte Anwendungen, zum Beispiel für die integrierte Finanzplanung, aufbauen lassen.
Ausführliche Informationen finden Sie in diesem Themenkanal in der Rubrik Anbieter&Märkte