Next Banking, Mobile Payment

Square beherrscht den Point of Sale

Next Banking, Mobile Payment: Square beherrscht den Point of Sale
© Square

Jack Dorsey gründete Twitter. Mit Square möchte er das Mobile Payment nun kinderleicht und günstig machen. Der Einzelhandel denkt jedoch angeblich über ein eigene Systeme nach.

9. Jul 2012

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Im zweiten Teil dieser Serie zum Mobile Payment stelle ich bereits einige wichtige Spieler vor. Es gibt jeodch noch weitere: Dienstleister dringen nämlich nicht nur über Endkunden in die klassische Wertschöpfungskette der Finanzbranche ein, sondern auch direkt über den Ort des Verkaufs (Point of Sale). Der Gründer von Twitter, Jack Dorsey, hat mit Square ein Unternehmen gegründet, dass den Umgang mit Kreditkarten kinderleicht und vor allem günstiger macht. Square beherrscht derzeit die Schlagzeilen im Mobile Payment. Die Mission fasste netzwertig im Frühjahr zusammen: “Zahlungsprozesse am Point of Sale radikal zu vereinfachen und zu verbessern.” Das Smartphone wird so zu einem Kreditkartenleser erweitert.

Square bietet eine Lösung an, die die bisherige Prozesskette am Point of Sale vereinfacht sowie den Händlern einen Mehrwert an Informationen verschafft. Dazu stattet Square die Smartphones mit einen Kartenlesegerät und einer zusätzlichen App aus, die es gestattet, Zahlungen entgegenzunehmen.

Bisher undurchsichtig und teuer

Dorsey erläuterte in einem Gespräch mit der deutschen Technology Review die Vorzüge seines Systems: Kreditkartenzahlungen anzunehmen sei bisher außergewöhnlich komplex, undurchsichtig und teuer gewesen, weil davon viele etablierte Unternehmen profitieren wollen. Das besagte Lesegerät nennt sich Dongle. Es dürfte, so schätzt Dorsey, künftig überflüssig sein, weil das Übertragen von Daten einfacher wird, etwa durch Near Field Communication. Und mit der Pay with Square betitelten App fand Dorsey bereits einen Weg, dass Kunden ohne gezückte Kreditkarte via Square bezahlen können: Der App verwendet Geofencing.

Square soll derzeit, auf ein Geschäftsjahr hochgerechnet, in der Summe schon Zahlungen von 3 Milliarden US-Dollar abwickeln. Bei 2,75 Prozent Provision errechnen sich daraus ein Umsatz von 82 Millionen US-Dollar, der laut Fast Company allerdings zum größten Teil an Kartengesellschaften weitergeleitet werden muss.

PayPal nimmt den Kampf auf

In Deutschland wagen sich mit Payleven (zuvor: Zenpay) und Streetpay mittlerweile die ersten Square-Klone an den Markt. Mit SumUp steht ein weiterer Square-Klon in den Startlöchern. “Allen dürfte es ähnlich wie iZettle darum gehen, schnellstmöglich den europäischen (und im Falle von payleven womöglich auch andere Regionen außerhalb von Nordamerika) einzunehmen, um so Square den Markteinstieg zu erschweren oder sich als attraktives Übernahmeziel zu präsentieren”, vermutet Martin Weigert auf netzwertig.

Die Hauptkonkurrenten von Square kommen übrigens nicht aus dem klassischen Finanzsektor: PayPal will den Kampf mit PayPal Here aufnehmen, wie im Blog der Volksbank Bühl zu lesen ist. Daneben positioniert sich, wie gesagt, iZettle aus Schweden. André M. Bajorat erläutert in folgendem Beitrag ausgezeichnet das Geschäftsmodell von iZettle und grenzt es zu Square ab: iZettleder POS-Payment Silobreaker aus Schweden oder das europäische Square. Eine Übersicht aller nennenswerten Bewerber steht auf Payment Observer zur Verfügung: The Fight for the Mobile Point of Sale.

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