Gehaltserhöhungen

Effektiv 1,1 Prozent mehr in 2013

Gehaltserhöhungen: Effektiv 1,1 Prozent mehr in 2013
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In Deutschland werden die effektiven Löhne voraussichtlich steigen. In anderen europäischen Ländern steigen Löhne und Inflation gleichsam. Griechenland fällt indes aus dem Rahmen.

12. Dez 2012

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Im Jahr 2013 können sich Angestellte in Deutschland auf durchschnittlich 3 Prozent mehr Gehalt einstellen, effektiv wird die Erhöhung aufgrund der Inflationsrate aber etwa bei 1,1 Prozent liegen. Das ergibt eine Untersuchung des internationalen Beratungsunternehmens Mercer, für die Daten aus 570 Unternehmen aus 76 Ländern in Europa, Afrika und dem Nahen Osten ausgewertet wurden.

Für Westeuropa wird eine Gehaltssteigerung von durchschnittlich 2,6 Prozent erwartet, was in etwa der in diesem Jahr tatsächlich gewährten Anhebung von 2,7 Prozent entspricht. Wichtig für die Einordnung der Ergebnisse sei laut Mercer jedoch in jedem Fall die Berücksichtigung der Inflationsraten der jeweiligen Länder.

Gewinner in Bezug auf Gehaltssteigerung wird demnach Griechenland sein, das aufgrund der zu erwartenden Deflation auf eine effektive Steigerung von 3,4 Prozent kommt. Auch Frankreich und Portugal gehöhren mit 1,8 und 1,7 Prozent effektiver Gehaltserhöhung zu den stärkeren Nationen. In Ländern mit hoher Inflationsrate fällt die Lohnanhebung entsprechend gering aus: Während die effektive Steigerung in Belgien noch bei 0,1 Prozent liegt, werden Spanier mit null Prozent keine Veränderung spüren, in Luxemburg liegt die Gehaltssteigerung mit 1,8 Prozent sogar unter der Inflationsrate von 2,3 Prozent.

Mercer
Erwartete Gehaltssteigerungen in Westeuropa im Jahr 2013

Beförderungen nicht berücksichtigt

Mit Blick auf den gesamten Untersuchungsraum – also Europa, Afrika und Naher Osten – wird für Namibia mit 7 Prozent die größte effektive Steigerung erwartet. Spitzenreiter im Nahen Osten werden vermutlich die Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Plus von 3,4 Prozent sein, in Osteuropa profitieren Bulgarien und Russland mit 2,5 und 2,4 Prozent effektiver Steigerung am meisten.

Für die Studie Mercer’s Salary Movement Snapshot wurden Daten für alle Mitarbeitergruppen und deren Positionen erhoben. Die ermittelten Angaben beziehen sich auf die Erhöhung des Grundgehalts inklusive aller vereinbarten oder vorgeschriebenen Gehaltserhöhungen. Eine Ausnahme bilden dabei Belgien und Luxemburg, für die nur leistungsbezogene Gehaltssteigerungen einbezogen sind. Gehaltserhöhungen infolge von Beförderungen oder ähnlicher Änderungen wurden nicht berücksichtigt.