Human Resources

"HR muss erneuert werden"

Human Resources: "HR muss erneuert werden"
© Towers Watson

HR müsse sich den veränderten Strukturen anpassen, sagt Towers Watson. Bessere Software soll den Erfolg bringen. Konzerne halten indes an Shared Services fest.

18. Okt 2012

von Christian Pundt

Seit 15 Jahren stellt Towers Watson jährlich den HR Service Delivery and Technology Survey Executive Summary Report zusammen. In diesem Jahr mit einem besonders interessanten Ergebnis: Viele Unternehmen wollen nach der Finanzkrise ihre Personalabteilungen umbauen und wieder verstärkt in spezifische Technik investieren.

Die Grundlage dieser Studie bilden internationale, sehr breit gestreute Daten. Befragt wurden HR- und HR-IT-Verantwortliche aus 628 Unternehmen aus Europa, Nordamerika, dem Mittleren Osten sowie aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat über 5000 Mitarbeiter. Das Branchenspektrum reicht von Finanzdienstleistern über die verarbeitende Industrie und IT-firmen bis hin zu Unternehmen aus Einzelhandel und Gesundheitswesen.

Personalabteilungen vor Neustrukturierung

Mit 44 Prozent gab fast die Hälfte aller HR-Manager an, die Personalabteilung in naher Zukunft neu strukturieren zu wollen. Als wichtigste Motive wurden eine verbesserte Effizienz, Synergiebildung, Qualitätsverbesserung und - erst an vierter Stelle - Kosteneinsparungen genannt. Martin Wolff, Leiter der Studie bei Towers Watson, erkennt darin eine eindeutige Entwicklung: „Nach der Unsicherheit und den Sparmaßnahmen der letzten Jahre wächst in vielen Organisationen das Bewusstsein, dass HR-Strukturen erneuert werden müssen, um sich an die Unternehmensstrukturen anzupassen, die sich in den vergangenen Jahren ebenfalls tiefgreifend verändert haben.“

Quelle: Towers Watson

 

Große Unternehmen setzen auf Shared Services

Ganz oben im Maßnahmenkatalog steht bei 39 Prozent der Unternehmen die Zentralisierung der HR-Aufgaben, während ein knappes Drittel vorrangig die bestehenden Shared Services ausbauen will. Das Shared Services-Modell hat sich damit besonders bei großen Unternehmen durchgesetzt. Mehr als zwei Drittel betreiben bereits eigene Service Center, während es bei mittelgroßen Unternehmen nur etwa die Hälfte macht. Zugenommen hat auch die vollständige oder teilweise Auslagerung spezieller Aufgabenbereiche der Personalabteilung: Während im letzten Jahr 17 Prozent angaben, Outsourcing-Maßnahmen im HR-Bereich zu planen, war es in diesem Jahr mit 26 Prozent mehr als ein Viertel aller Unternehmen.

Quelle: Towers Watson

 

Die Organisation der HR wird maßgeblich durch die Ausrichtung eines Unternehmens geprägt: Je internationaler eine Firma aufgestellt ist, desto wichtiger wird es auch für das Personalmanagement, globales Denken mit Wissen um lokale und funktionale Besonderheiten in Einklang zu bringen. So ist zu erklären, dass Firmen, die nur in einem Land aufgestellt sind, in der Regel (72 Prozent) einen zentralen HR-Bereich aufweisen. Während von den internationalen Großunternehmen nur ein Drittel (32 Prozent) diesem Modell folgt.

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