
Die Zuwanderungsrate in Deutschland ist laut aktuellem OECD-Bericht gestiegen, aber noch immer nicht ausreichend, um dem Fachkräftemangel wirksam entgegen zu wirken. Deutsche Unternehmen müssen künftig für ausländische Mitarbeiter noch attraktiver werden und Ansprüche anpassen.
Immer wieder haben wir in letzter Zeit über den drohenden Fachkräftemangel berichtet und mit welchen Strategien man dennnoch neue geeignete Mitarbeiter findet. Nun möchten wir Ihnen einen weiteren Weg zeigen, den Unternehmen gehen könnten: Import von Fachkräften.
Andere Länder, wie etwa Kanada und Australien machen es vor: Sie engagieren professionell und erfolgreich ausländische Fachkräfte - auch aus Deutschland. Davon können Unternehmen hierzulande nur lernen, denn sie nutzen das weltweite Potential bisher nur schlecht.
Deutschland gehört zwar laut einem aktuellen OECD-Bericht seit einigen Jahren in Sachen Zuwanderung zu den Gewinnerstaaten. Doch mit dem jetzigen Zuwanderungssaldo können die 4,4 Millionen Fachkräfte, die der Wirtschaft bis 2020 fehlen, bei weitem noch nicht ausgeglichen werden. Andere Länder gehen bei der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte hingegen bereits deutlich professioneller vor.
Das ist das Ergebnis der von der ManpowerGroup erstellten internationalen Studie "Talent Shortage Survey 2012". Dafür wurden rund 38.000 Unternehmen in 39 Ländern weltweit im 1. Quartal 2012 telefonisch befragt, welche Stellen derzeit bei ihnen vakant sind.
Etwa 34 Prozent geben dabei an, Engpässe beim Besetzen offener Stellen aufgrund der Nichtverfügbarkeit der gewünschten Qualifikationen am Markt zu haben. Für rund zwei Drittel stellt die Besetzung offener Stellen bisher keine Probleme dar.
Die ManpowerGroup-Untersuchung "The Borderless Workforce 2011" zeigt, dass deutsche Arbeitnehmer in ausländischen Unternehmen gerne gesehen sind. Besonders technisch versierte Fachkräfte werden verstärkt angeworben. Für Deutschland, das jetzt schon über einen Mangel an MINT-Fachkräften klagt, kkann diese Entwicklung noch fatale Folgen haben.
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