
Der Arbeitsalltag lässt Führungskräften kaum Zeit für Innovationen und Talente - Wettbewerbsnachteile drohen. Nachfolgend einige Anregungen zum Gegensteuern.
Einige Unternehmen haben die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr gut überstanden, andere nicht. Eine mögliche zentrale Ursache könnte sein, dass in manchen Unternehmen Innovation das Schlüsselthema ist, andere sich hingegen primär mehr als Hüter der Tradition verstehen.
Entsprechend lange hielten letztere an nicht mehr tragfähigen Geschäftsmodellen fest, so Dr. Georg Kraus, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner. Er hat ein Handbuch zum Thema Change Management verfasst und ist Lehrbeauftragter an der Universität Karlsruhe, der IAE in Aix-en-provence und der technischen Universität Clausthal.
Manche Unternehmen haben den Kampf gegen die Wirtschaftsflaute schon verloren und mussten Insolvenz anmelden. Andere versuchen, mit harten Sanierungs- oder Kostensparmaßnahmen wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Doch wie immer gibt es auch in der aktuellen Situation auch "Leuchttürme" - also Unternehmen, die auch in schwierigen Zeiten eine hohe Profitabilität haben. In der Regel haben diese Unternehmen innovative und für ihre Kunden spannende Produkte.
"Re-invent yourself" - so sollte das Motto jedes Unternehmens lauten! Denn nur durch eine permanente Erneuerung ihres Geschäftsmodells und ihrer Produktpalette bleiben sie für ihre Kunden attraktiv. Jedes Unternehmen sollte deshalb Innovation als Leitmaxime haben. Doch die Realität sieht leider anders aus.
In vielen Unternehmen konzentriert sich die Unternehmensführung auf das Optimieren des bisherigen Geschäftsmodells. Nur wenig Zeit und Geld wird in das Entwickeln neuer Produkte und das Austüfteln neuer Dienstleistungen investiert. Die Gründe hierfür sind oft nachvollziehbar.
Im Betriebsalltag gibt es stets so viel zu regeln und zu tun, dass den Führungskräften oft kaum Zeit zum Beschäftigen mit der Zukunft bleibt. Und so passiert es schnell, dass sie zu Verwaltern ihrer Organisation werden, die ihre Hauptaufgabe nur wahrnehmen, wenn gerade mal Zeit ist.
Diese Hauptaufgabe lautet: Das Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten! Generell gilt: Visionäre sind in den obersten Etagen der Unternehmen eher selten. Es wird sich auf das "Managen" konzentriert, also auf das "Verwalten". Das Augenmerk liegt selten auf deren Erneuerung.
Ob Unternehmen überhaupt von innen heraus erneuerbar sind, ist streitbar. Fakt ist jedoch: Oft herrscht selbst in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen eine Kultur der Rechtfertigung, Risikoscheu und schrittweise Erneuerung dessen was man schon kennt. Diese Abteilungen haben zwar häufig beeindruckende Budgets - es bewegt sich dennoch wenig.
Denn die Mitarbeiter der F&E-Bereiche verstehen sich wie die gesamte Organisation primär als Bewahrer der Tradition und Hüter des Geschäftsmodells, mit dem man bisher erfolgreich war. Sich auf die Unbekannte "Zukunft" einzulassen, fällt ihnen schwer (Erfahren Sie hier, warum Querdenker für Innovation so wichtig sind).
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Impulse für mehr Innovation sorgen können...

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