
Eine Überraschung kann man es nicht nennen. Zu lange hatte General Motors gezögert, zu viele hatten es prognostiziert. Mit der amerikanischen Mutter geht es wieder bergauf, und die Bundesregierung erwartet nun die Rückzahlung des Notkredits.
General Motors hat über seine „globale Strategie“ noch einmal nachgedacht und vermeldet in der Nacht: Opel bleibt im Konzern. Man habe versucht, „die beste langfristige Lösung für Kunden, Angestellte, Zulieferer und Händler zu finden“. GM will in den nächsten Wochen einen umfassenden Restrukturierungsplan vorlegen und die Bundesregierung erneut um Hilfe bei der Umsetzung bitten. Um drei Milliarden Euro soll es gehen, die Regierung aber erwartet erst einmal die Rückzahlung des Notkredits von 1,5 Milliarden.
GM-Chef Henderson entschuldigte sich für den Verhandlungsmarathon, der viele Beteiligte rund sechs Monate lang intensiv beschäftigte. Besonders der hessische Ministerpräsident Roland Koch ist unzufrieden mit der Entscheidung, denn in seinem Bundesland sind Tausende Opel-Mitarbeiter beschäftigt. "Angesichts der negativen Erfahrungen der letzten Jahre mit der Unternehmenspolitik von GM mache ich mir große Sorgen um die Zukunft des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze.“
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