Kommentar zur Unternehmenssteuerung

Haben die Krisen-Tools geholfen?

Welche Instrumente des Krisenmanagements haben sich bewährt in den vergangenen Monaten? Eine strategische Frage, die bald beantwortet werden sollte.

von Dirk Elsner, am 17. September 2010

Während der Wirtschaftskrise waren allenorten gute Ratschläge zu lesen und zu hören, die manchmal den Eindruck erweckten, man müsse als Manager aus der Fülle der Kochbücher nur das richtige Menü auswählen, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Besonders häufig waren dabei die Rufe nach einer "Konzentration auf Kernkompetenzen", Working Capital Management, Kostenmanagement via Target Costing oder Business Process Reengineering.

Ungewollter Strategiewechsel

Ob und welche Tools tatsächlich erfolgreich sind, lässt sich unterdessen kaum eindeutig nachweisen. Der aktuelle Aufschwung kommt ja nicht, weil die Controller gewütet haben, sondern weil der Exportmotor heiß läuft. Tatsächlich kann der unüberlegte Schwenk auf schnelle Hilfe durch die Kochrezepte der Managementgurus sogar zum Problem werden.

Der Einsatz von Krisentools hat nämlich direkt oder indirekt Einfluss auf die Unternehmensstrategie und kann bewusst oder unbewusst einen Strategiewechsel einleiten oder eine bestehende bis zur Krise erfolgreiche Strategie konterkarieren. So kann etwa ein eiliges Outsourcing von IT-Leistungen zur Kostenersparnis zum Verlust von Kernkompetenzen führen und etwa die Innovationsgeschwindigkeit hemmen.

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