Wirtschaftskriminalität

"Hier ist kein Rückgang in Sicht"

Wirtschaftskriminalität: "Hier ist kein Rückgang in Sicht"
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In der Transport- und Logistikbranche wird Korruption durch hohen Kosten- und Zeitdruck begünstigt. Systeme, die Hinweise geben, spielen bislang eine untergeordnete Rolle.

19. Nov 2012

In der Transport- und Logistikbranche sind 53 Prozent der Unternehmen von kriminellen Delikten betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Wirtschaftskriminalität der PricewaterhouseCoopers AG (PwC) und der Universität Halle-Wittenberg.

Speziell in dieser Branche zählen Vermögensdelikte (36 Prozent), Korruption (14 Prozent), Diebstahl interner Daten (16 Prozent) und wettbewerbswidrige Absprachen (13 Prozent) zu den Formen der Wirtschaftskriminalität. Dagegen kommen Patent- und Markenrechtsverletzungen sowie Geldwäsche eher selten vor. Die Studie empfiehlt daher, ein „wirksames Risiko- und Compliance-Management“ zu integrieren.

PriceWaterhouseCoopers
Häufigkeit von Wirtschaftskriminalität 2011

Überdurchschnittlich viele Verdachtsfälle

Ein weiteres Alarmsignal ist, dass jedes vierte Unternehmen angab, mindestens einen konkreten Korruptionsverdacht zu haben. Wegen wettbewerbswidriger Absprachen hatte ein Fünftel sogar drei Fälle in Verdacht. Aber obwohl 68 Prozent – mehr als in jeder anderen Branche – über ein Antikorruptionsprogramm verfügen, nimmt das Thema Compliance bei den Befragten einen niedrigen Stellenwert ein: sowohl gegenüber Behörden wie auch bei Privatunternehmen.

PriceWaterhouseCoopers
Stellenwert der Bekämpfung von Korruption

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