
In der Transport- und Logistikbranche wird Korruption durch hohen Kosten- und Zeitdruck begünstigt. Systeme, die Hinweise geben, spielen bislang eine untergeordnete Rolle.
In der Transport- und Logistikbranche sind 53 Prozent der Unternehmen von kriminellen Delikten betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Wirtschaftskriminalität der PricewaterhouseCoopers AG (PwC) und der Universität Halle-Wittenberg.
Speziell in dieser Branche zählen Vermögensdelikte (36 Prozent), Korruption (14 Prozent), Diebstahl interner Daten (16 Prozent) und wettbewerbswidrige Absprachen (13 Prozent) zu den Formen der Wirtschaftskriminalität. Dagegen kommen Patent- und Markenrechtsverletzungen sowie Geldwäsche eher selten vor. Die Studie empfiehlt daher, ein „wirksames Risiko- und Compliance-Management“ zu integrieren.
Ein weiteres Alarmsignal ist, dass jedes vierte Unternehmen angab, mindestens einen konkreten Korruptionsverdacht zu haben. Wegen wettbewerbswidriger Absprachen hatte ein Fünftel sogar drei Fälle in Verdacht. Aber obwohl 68 Prozent – mehr als in jeder anderen Branche – über ein Antikorruptionsprogramm verfügen, nimmt das Thema Compliance bei den Befragten einen niedrigen Stellenwert ein: sowohl gegenüber Behörden wie auch bei Privatunternehmen.
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit dem CFOworld-Newsletter. Einfach E-Mail-Adresse eingeben und auf "Bestellen" klicken.