
Die Karriereaussichten für hochqualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger sind derzeit sehr gut. Doch Vorsicht! Für Unternehmen sind nicht nur die guten Noten und Abschlüsse wichtig - Selbstüberschätzung ist hier fehl am Platz.
Fach- und Führungskräftemangel stellt ein großes Risiko für Unternehmen dar. Nicht nur, weil ihnen die qualifizierten Mitarbeiter fehlen, sondern weil die wenigen Fachkräfte dementsprechend teurer werden.
Derzeit haben hochqualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger also sehr gute Chancen, sich eine gut bezahlte und interessante Stelle herauszupicken. Eine aktuelle Studie des Managementberaters Kienbaum "High Potentials Studie 2011/2012", zeigt nun aber, dass sich diese High Potentials zumeist selbst im Weg stehen, in dem sie sich selbst überschätzen. Die Personalverantwortlichen aus 460 deutschen, schweizerischen und österreichischen Unternehmen aller Größen kamen zu dem Ergebnis, dass diese Absolventen und Berufseinstier Gefahr laufen würden, beim Berufsstart zu scheitern.
Gründe hierfür sind demnach vor allem die mangelnden soft skills: Ein Scheitern von High Potentials in Deutschland liegt zu 94 Prozent der Fälle an seiner Selbstüberschätzung und zu 89 Prozent an der mangelnden Fähigkeit zur Selbstkritik.
In der Schweiz sind die Selbstüberschätzung (95 Prozent) und in Österreich die mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik (93 Prozent) ebenfalls Hauptgründe für das Scheitern von High Potentials.
Trotz der bemängelten fehlenden soft skills, sind High Potentials in den untersuchten Ländern begehrt wie nie: 74 Prozent aller befragten deutschen Unternehmen geben an, dass sie rund 25 Prozent der gewünschten Kanditaten nicht von sich überzeugen konnten.
In Österreich waren es rund 60 Prozent der Unternehmen und in der Schweiz 85 Prozent. "Diese Zahl hat sich im Vergleich zur Studie aus dem vergangenen Jahr noch einmal erhöht. Die Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, diejenigen Talente an sich zu binden, die ihre Ansprüche voll und ganz erfüllen, und müssen deshalb oft Kompromisse eingehen", so Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie stark der Bedarf an High Potentials wächst und wie sich Unternehmen gegen den War of Talents rüsten...

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