Change Management

Innovation ist kein Zufall

Change Management: Innovation ist kein Zufall
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Hinter Innovation steckt harte Arbeit. Hansjörg Leichsenring stellt den Prozess in sechs Schritten dar - und vergisst dabei nicht, auch Misserfolge zu feiern.

31. Jan 2013

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Innovation ist nicht mehr und nicht weniger als ein Weg, Wissen und Ideen in neue, zumindest aber veränderte Produkte, Leistungen oder Prozesse einzubringen und diese dann umzusetzen.

Innovation ist dabei für (fast) alle Unternehmen eine Herausforderung, zugleich aber eine wichtige Aufgabe - gerade in Zeiten des permanenten Wandels. Um wirklich dauerhaft und nachhaltig innovativ zu werden, sollte das Thema in die Kultur einer Unternehmung eingebettet und zur täglichen Aufgabe gemacht werden. Die folgenden sechs Schritte sind hilfreich, eine dynamische und offene Innovationskultur zu schaffen:

1. Unterstützung vom Top-Management

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf. Nur wenn das Top-Management hinter neuen Ideen steht, entsprechende Budgets frei gibt und die notwendige Toleranz gegenüber den unvermeidlichen Misserfolgen offen und konsequent lebt, kann überhaupt so etwas wie eine Innovationskultur entstehen.

2. Innovation muss definiert sein

Innovation ist kein Selbstzweck. Innovation ist aber auch spezifisch für jedes Unternehmen. Definieren Sie daher, was Innovation für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet; strategisch wie operativ. Am besten tun Sie dies schriftlich, dann ist es auch nachlesbar und (meist auch besser) vollziehbar.

3. Prozesse und Verfahren bereitstellen

Richtiges Innovationsmanagement ist (bei aller damit verbundenen Kreativität) vor allem ein systematischer Prozess, der gut und effizient gesteuert werden muss. Machen Sie es sich dabei nicht unnötig schwer. Nutzen Sie vorhandene und bewährte Prozesse und Verfahren, um Ideen zu generieren, zu bewerten und anschließend erfolgreich zur Umsetzung zu bringen.

4. Beziehen Sie Ihre Stakeholder ein

Kunden und Mitarbeiter stehen im Vordergrund, aber wahre Vielfalt an Ideen bekommen Sie nur, wenn Sie darüber hinaus für vielfältigsten Input sorgen, beispielsweise auch aus anderen Branchen. Es gilt die Devise Augen und Ohren stets und überall hin offen halten. Sorgen Sie für eine offene und durchlässige Organisation.

5. Messen, zählen, wiegen

Innovationen haben nur einen Sinn: Ihr Unternehmen voran zu bringen und für mehr Erfolg zu sorgen. Egal, wie der Weg dorthin verläuft. Erfolg ist messbar, auch der von Innovationen. Es gilt demnach der alte Grundsatz, nur dass was messbar ist, lässt sich auch managen.

6. Vergessen Sie nicht, zu feiern

Feiern Sie Erfolge in (angemessen) großem Stil und feiern Sie durchaus auch Misserfolge. Aus denen kann man nämlich prima für die Zukunft lernen. Es wäre daher falsch und einer zukunftsorientierten Innovationskultur abträglich, Fehler unter den Tisch fallen zu lassen oder zu bestrafen.

Innovationen erfordert harte Arbeit

Denken Sie daran: Innovationen sind kein Zufall und entgegen manch landläufigen Meinung (die vermeintlich von der Teflon Bratpfanne der NASA herrührt) auch kein „Abfallprodukt“. Vielmehr steckt harte Arbeit dahinter, mit wesentlich mehr Transpiration als Inspiration. Eine erfolgreiche Innovationskultur schafft man nicht über Nacht, es ist eine langfristige Aufgabe, die immer wieder mit Rückschlägen verbunden sein wird. Am besten, Sie fangen heute damit an.

Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern und verfügt über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG. Leichsenring arbeitet derzeit als (Interims-)Manager und Berater von Banken und Finanzdienstleistern. Ebenso ist er als Referent und Moderator im In- und Ausland sowie als Fachautor tätig. Er führt privat den Bank Blog. Weiteres zur Person unter hansjoerg-leichsenring.de.