
Vor allem bei der Restrukturierung von Unternehmen und Optimierung von Prozessen kommen Interim Manager zum Einsatz. Auch in Deutschland ist dies ein Millionenmarkt.
Gute Berufschancen für Interim Manager sieht die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM). Die Branchenvertretung hatte kürzlich nach eigenen Angaben 498 Interim Manager zu Akquisitionsstrategien, Mandaten, der Rolle von Netzwerken, Providern und Sozietäten sowie zur allgemeinen Marktentwicklung befragt.
Demnach sind die Restrukturierung und Prozessoptimierung derzeit die wichtigsten Einsatzfelder dieser Experten auf Zeit. Ihre Auftraggeber sitzen vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, in Telekommunikations- und Hightech-Unternehmen, in den Medien in der Automobil- und Zulieferindustrie. Um an Projekt zu kommen, nutzen Interim Manager vor allem persönliche Netzwerke und Empfehlungen, doch auch die provisionspflichtige Vermittlung durch Provider spielt bei der Jobsuche eine wichtig Rolle, so die DDIM (lesen Sie hier, was ein Interim Manager können muss).
Aufwärts geht es laut Umfrage bei den Honoraren: Sie sind vergangenes Jahr im Vergleich zur letzten DDIM-Befragung 2007 auf durchschnittlich 1.100 Euro pro Tag gestiegen. Auslandseinsätze, speziell in Europa und Nordamerika, haben dabei einen hohen Stellenwert, wobei Asien als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft bislang noch unterrepräsentiert ist.
Das Marktvolumen in Deutschland betrug laut DDIM 2008 etwa 750 Millionen Euro, während es zwei Jahr zuvor noch etwa 490 Millionen Euro gewesen waren. Dies entspricht einer Steigerung von 24 Prozent. Auch das laufende Jahr entwickle sich insgesamt positiv. Abesehen von einzelnen Managern, die Einbußen hinnehmen müssen, sei laut DDIM das Marktvolumen weiter gewachsen. Die meisten Befragten würden zudemn für 2010 eine überwiegend gute Auslastung und Umsatzentwicklung erwarten.
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