Süddeutscher Verlag

Konzerncontrolling mit SAP BW und Palo

Nach einigen Anläufen entstand im Konzern ein System, das Berichtsdaten aus rund 100 Gesellschaften auswertet. Es vereint SAP, Analysetechnik und Excel.

von Sascha Alexander, am 18. Dezember 2009

Am Ende wurde der Leidensdruck zu groß: sechs Jahre hatte das Konzern-Controlling des Süddeutschen Verlags seine Auswertungen auf Basis der multidimensionalen Datenbank "MIS Alea" gemacht.

Die Daten kamen aus dem SAP-System, als Frontends standen ein Excel-Plugin von MIS für Auswertungen sowie das Reporting-Tool "Dynasight" der Firma Arcplan für die grafische Aufbereitung der Berichte zur Auswahl.

Aufwendiger Datenimport

Doch der Datenexport in die Analyseumgebung war technisch stets aufwändig gewesen und die Schnittstelle zum SAP-System nur dem Hersteller bekannt, erzählt Jürgen G. Schulze, Leiter Konzern-Controlling beim Süddeutschen Verlag (siehe auch das CFOworld-Interview mit dem Leiter Konzerncontrolling). Hinzu kam, dass MIS mehrmals den Besitzer und die Berater wechselte und der Support darunter litt. Daher begann sich der Fachbereich nach Alternativen umzusehen.

Süddeutscher Verlag, Verwaltung

Erster Anlauf: SAP BW als Alternative

Ein erster Ansatz war die alternative Erprobung der Data-Warehouse-Software "SAP Business Warehouse" (SAP BW) als Datenbasis. Dieser Versuch bot sich an, da es bereits eine Standard-Reporting-Lösung für die Medienverwaltung (Anzeigen und Vertrieb) im Konzern gab, die auf der Analysedatenbank läuft. Doch schon bald tauchten Probleme auf, wenn Controller flexible Datenauswertungen mit SAP BW versuchten: "Jeder Controller hätte ein Query-Designer sein müssen, um mit der komplexen Programm- und Abfragefunktionen von SAP BW arbeiten zu können", beklagt Schulze.

Controller murren

Hinzu kamen die hohen Antwortzeiten des Systems, gegen die SAP in erster Linie die Lizenzierung der Appliance "Business Accelator" empfahl, welche mit einer sechstelligen Summe zu Buche geschlagen wäre (mehr zum Tuning von SAP BW finden Sie hier). Und schließlich wäre auch der Wunsch nach Web-fähigen Berichts-Frontends nicht ohne eine zusätzlichen erheblichen Aufwand zu erfüllen gewesen. Kurz: SAP BW fand keinen Anklang bei den Controllern. Sie wollten eine flexible und schnelle Arbeitsumgebung behalten, wie sie sie bislang mit MIS Alea und dem Excel-Addin hatten.

 

Lesen Sie weiter, wie das Web-Reporting gelang

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