
Unternehmen im MDAX könnten ihre Gewinne durch besseres Working Capital Management deutlich steigern. Das Potential sei riesig: Insgesamt könnten 824 Millionen Euro freigesetzt werden. Die Mehrheit baue ihr Umlaufvermögen bereits ab.
Unternehmen im MDAX könnten durch besseres working capital management zusätzliche 824 Millionen Euro freisetzen. Auf diese Weise könnten die Unternehmen ihre Gewinne um insgesamt 60 Millionen Euro steigern. Zu diesem Ergebnis gelangt die Studie Rentabilitäts- und Working-Capital-Analyse 2012 von Schulz & Partner (lesen Sie auch unseren InfoStream M&A: Top 10 im Februar 2012).
Im Rahmen der Studie wurden die Abschlüsse des Geschäftsjahres 2010 von 43 Unternehmen im MDAX betrachtet. Zudem wurden Quartalsberichte berücksichtigt, die bis zum dritten Quartal 2011 angefertigt wurden. Die übrigen sieben Unternehmen im MDAX gehören entweder der Immobilienbranche an oder stellen statistische Ausreißer dar.
Die untersuchten Unternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2010 einen Gesamtumsatz von etwa 211 Milliarden Euro. Dabei beläuft sich das working capital im MDAX auf etwa 44 Milliarden Euro. Dementsprechend ergibt sich eine working capital ratio von 21 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei 22 Prozent.
So konnten etwa 60 Prozent der Unternehmen im MDAX ihre EBIT- und EBITDA-Margen steigern, indem sie ihre working capital ratio senkten. Die untenstehende Tabelle weist Spitzen- und Mittelwerte der einzelnen Branchen aus. Demnach erzielten Unternehmen in den Branchen Medien, Industrie und Logistik die besten Ergebnisse nach ordentlicher Abschreibung des Anlagevermögens. Die höchste EBIT-Marge erzielte die Continental AG mit 30 Prozent.
Die Studie steht auf der Webseite von Schulz & Partner zum kostenlosen Download bereit.
Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit dem CFOworld-Newsletter. Einfach E-Mail-Adresse eingeben und auf "Bestellen" klicken.