
Die Volkswagen AG hat im April Geschichte geschrieben: Mit 4,2 Milliarden Euro Umfang beging sie die größte Kapitalerhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik.
4.218.792.000 – eine Zahl, die man sich zumindest grob merken sollte. Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen holte sich am 14. April 2010 frisches Geld zur Finanzierung der Porsche-Übernahme und wäre damit fast in die Liste der zehn größten Kapitalerhöhungen überhaupt aufgenommen worden.
Im März hatte die Deutsche Bank die Top 10 Deals angeführt, doch das bedeutete keine Ruhe für den April. Auch in diesem Monat ging die Bank wieder auf kräftige Einkaufstour, am 1. April zunächst in Holland. Von der Fortis SA/NV übernahm sie für 700 Millionen Teile des Commercial Banking der ABN Amro. Dazu gehört die Hollandsche Bank, die IFN Finance BV und die NEWbank. Damit beschloß das größte deutsche Kreditinstitut ein monatelanges Tauziehen mit der holländischen Regierung, die immer neue Forderungen für die verstaatlichte Bank stellte. Am Ende half der Druck der EU.
Der führende amerikanische Medizintechnikhersteller Medtronic Inc. hat am 21. April für 372 Millionen Euro Teile der italienischen Invatec SpA gekauft. Dazu gehörte der ebenfalls italienische Polymertechnologie-Lieferant Fogazzi und der deutsche Vertriebspartner Krauth Cardiovascular. Medtronic dringt damit weiter in den europäischen Markt vor und will das „Wachstum wichtiger neuer Produkte für den koronaren und peripheren Markt beschleunigen“.
Die amerikanische Jarden Corporation hat ebenfalls zum 1. April weite Teile der Pariser Mapa Spontex vom alten Eigentümer Total SA übernommen. Der führende Anbieter von Verbrauchsgütermarken will sein Europa-Geschäft erweitern und bekommt für 500 Millionen Euro abzüglich etwa 130 Millionen Schulden die Zevener Mapa GmbH, die Baby Care Holding, die Financiere Elysees Balzac, NUK USA und die britische Mapa Spontex Ltd. Betriebsverlagerungen oder Kündigung sind nicht geplant.
2003 hatten sich Dräger und Siemens zu einem Joint Venture über die Tochter Dräger Medical entschlossen, am 30. April 2010 verkaufte Siemens seine bereist von 35 auf 25 Prozent geschrumpften Anteile zurück an den Mutterkonzern. 293,5 Millionen machten die Drägerwerk KGaA am 30. April wieder zum alleinigen Eigentümer des Medizintechnikherstellers.

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