Unternehmensführung, Strategieentwicklung

Managementsysteme - 08/15 oder Excellence?

Leader oder Lamentierer? - Unternehmen, die langfristig überdurchschnittlich erfolgreich sind, verfügen meist über ein Managementsystem das Spitzenleistungen fördert und fordert. Dieses gilt es, mit Liebe zum Detail in jahrelanger Arbeit aufzubauen und zu entwickeln. Nachfolgend Tipps dazu.

18. Jun 2012

von Dr. Daniela Kudernatsch

Es ist kein bloßer Zufall, dass High-Performance-Unternehmen über einen langen Zeitraum deutlich erfolgreicher abschneiden als ihre Mitbewerber.

Vielmehr existiert in solche Organisationen oftmals ein Management- beziehungsweise Führungs- und Steuerungssystem, das die Managementqualität kontinuierlich steigern hilft, und deren Führungskräfte haben gewisse (Management-)Tugenden verinnerlicht, die es für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens braucht.

Folgende Regeln sollten Sie beim Auf- und Ausbau eines Managementsystems, das nach Excellence strebt, und einer entsprechenden Kultur in ihrer Organisation beachten:

Regel 1: Managementsystem als Erfolgsbasis

Höchstleistungen und Spitzenpositionen im globalen Wettbewerb lassen sich auf Dauer nur mit einem ganzheitlichen und im gesamten Unternehmen praktizierten und verankerten Führungs- und Steuerungssystem erzielen. Entsprechend sehen Top-Unternehmen in ihren Managementsystem die Basis ihres Erfolgs und Grund für die Top-Qualität ihrer Mitarbeiter und ihres Managements.

Unternehmen mit einem exzellenten Management entscheiden und handeln für gewöhnlich schnell. Während sich ihre Mitbewerber noch fragen, ob Veränderungen nötig sind, planen sie bereits die Umsetzung ihrer Beschlüsse. Dies gelingt weil sie (aus Erfahrung) wissen, dass

  • das Fundament für einen langfristigen Erfolg gelegt ist,
  • man Erfolg hat, wenn die eigenen Beschlüsse konsequent und mit der nötigen (Management-)Disziplin umgesetzt werden,
  • sie nötige Veränderungen meistern können.

Dieses Selbstvertrauen erwächst unter anderem aus ihrem unternehmensspezifischen Managementsystem, das

  • alle Mitarbeiter einbindet und eine Identifizierung mit der Unternehmenskultur zulässt,
  • sich dem Gedanken der kontinuierlichen Verbesserung (auch des Managementsystems) verpflichtet fühlt und
  • den Kunden in den Fokus des Denkens und Handelns stellt.

Regel 2: Sieben Managementdisziplinen

Ein ganzheitlich ausgerichtetes Führungs- und Steuerungssystems braucht etablierte Managementdisziplinen, also Eigenschaften, die das Management und sein Handeln auszeichnen. Diese gilt es daher klar zu formulieren und im Unternehmen aufzubauen. Dies schlißet eine genaue Beschreibung der Verhaltensmustern der Disziplinen ein.

Die sieben Handlungsfelder und Managementdisziplinen beim Streben nach Management-Excellence sind:

  • Prozesse und Mitarbeiter auf die Strategie fokussieren;
  • Strategische Verbesserungsprogramme integrieren;
  • Ressourcen strategisch konzentrieren;
  • Relevante Informationen real time bereitstellen;
  • Mitarbeiter strategisch entwickeln,
  • Im Tagesgeschäft die erforderliche Leistung erzielen und
  • strategisches Lernen institutionalisieren.

Die meisten High-Performance- beziehungsweise Management-Excellence-Unternehmen haben den Grundstein für ihr Managementsystem bereits vor vielen Jahren gelegt, die genannten Managementdisziplinen gezielt aufgebaut und seitdem kontinuierlich ausgebaut. Aufgrund dieser Hartnäckigkeit, Ausdauer und Kontinuität entstand eine Werte- und Leistungskultur in ihrer Organisation, die auf alle Mitarbeiter inspirierend und zugleich koordinierend wirkt.

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