
Auf der Suche nach frischem Kaptial und neuen Finanzierungsformen gewinnen Minderheitenbeteiligungen an Bedeutung. Nachfolgend ein kurzer Überblick.
Der Private-Equity-Markt hat sich 2010 im Verhältnis zum Vorjahr spürbar belebt, verharrt aber auf einem niedrigen Niveau (hierzulande stehen Investitionssummen von etwa 33 Milliarden Euro für den Mittelstand bereit). Nach wie vor profitiert die Branche von vor der Finanzkrise aufgenommenem Beteiligungskapital, mit dem zum Teil europäische Neuinvestitionen 2009 und Anfang 2010 finanziert wurden. Hinzu kommt weiteres Kapital von Family Offices, die sich in den vergangenen Jahren mit Investitionen zurückgehalten haben.
Die Desinvestitionen via Verkauf an einen Finanz- oder strategischen Investor sind auf niedrigem Niveau, die Qualität dieser Beteiligungen ist aber, gemessen am bezahlten EBITDA-Multiplikator, relativ hoch und mit der von 2007 und 2008 vergleichbar. Der gewählte Verschuldungsgrad einer Akquisitionsfinanzierung ist jedoch deutlich geringer.
Einige Private-Equity-Unternehmen und Family Offices suchen neue Wege mit sogenannten Private Investments in Public Equity (PIPE) und Minderheitsbeteiligungen an Portfoliounternehmen. Traditionell bevorzugen PE-Unternehmen die Komplettübernahme der Anteile und Kontrolle.

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