
Mangelnde Wertschätzung ist einer der Hauptgründe, warum deutsche Arbeitnehmer nicht genug leisten können. Die Probleme werden zur volkswirtschaftlichen Größe.
Mehr als die Hälfte deutscher Arbeitnehmer fühlt sich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Zu dem Ergebnis kommt die Fürstenberg Performance Studie 2010 des Hamburger Fürstenberg Instituts in Zusamenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa. 63 Prozent gaben an, dass ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz um mindestens ein Viertel reduziert ist. 262 Milliarden Euro koste diese reduzierte Produktivität, so das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Das entspricht 11,54 Prozent des preisbereinigten BIPs von 2008.

Bundesweit wurden Arbeitnehmer im November 2009 befragt, welche Beschwerden und Belastungen die Mitarbeiter daran hindern, optimale Leistungen am Arbeitsplatz zu erzielen. Jeder zweite (53 Prozent) gab psychische Belastungen als Ursache an, etwa ebenso viele (54 Prozent) körperliche Beschwerden. 41 Prozent führten ihre Leistungsminderung auf private und familiäre Sorgen zurück. Zusammen genommen schätzten sich neun von zehn belasteten Mitarbeitern als nicht voll leistungsfähig ein.

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