
Erhebliche Änderungen bei der Bilanzierung von Umsätzen bringt der kurz vor der Freigabe stehende IFRS-Standard "Revenue from Contracts with Customers".
Der vom IASB für 2012 angekündigte Standard "Revenue from Contracts with Customers" kann noch bis Mitte März kommentiert werden. Sollte es keine fundamentalen Änderungen mehr geben würde er dann in Kraft treten und vorraussichtlich ab 2015 rückwirkend für die Bilanzierung verbindlich sein.
Der Entwurf ersetzt eine Reihe bisheriger Regelungen, insbesondere IAS 11 (Fertigungsaufträge) und IAS 18 (Umsatzerlöse) sowie Interpretationen wie beispielsweise IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme) und IFRIC 15 (Verträge bzgl. Errichtung von Immobilien).
Die wichtigste Änderung ist das Verfahren, nach dem künftig die Höhe und der Zeitpunkt von Umsätzen zu bestimmen ist. Das Vorgehen umfasst demnach fünf Schritte:
Knifflig wird es nun, wenn der genaue Zeitpunkt für die Erfüllung vertraglicher Leistungserfüllungen und damit der Übergang zu bestimmen ist. Hier sei der Entwurf nach Ansicht von KPMG nicht spezifisch genug. Unternehmen müssten daher eine Reihe von "Indikatoren" in Betracht ziehen wie:
Konnten Unternehmen bislang mit IAS 11 nach der Methode "Percentage-of-Completion" (PoC) den Umsatz aus Dienstleistungen und Forderungen schätzen, ist dies laut KPMG künftig nur noch möglich, "wenn der Kontrollübergang über einen bestimmten Zeitraum" erfolgt.
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