Fragwürdiger Boom bei Managementkonzepten

Odysseus, Moses oder Maus?

Managementmoden und –philosophien haben Hochkonjunktur. Doch so einfach und einleuchtend sie oft klingen, ist ihre praktische Wirksamkeit umstritten.

6. Okt 2010

von Dirk Elsner

www.pixelio.de, Marcus Stark

Ständig werden wir mit neuen Prinzipien für Führungskräfte bombardiert: Das Hannibal-Prinzip heißt da beispielsweise ein jüngst erschienenes Buch, das zugleich mit dem Untertitel wirbt: "Mutig führen, menschlich bleiben". Wen das nicht anspricht, der findet vielleicht in Ratgebern wie Das Magellan-Prinzip, Das Odysseusprinzip, Das Edison-Prinzip, Das Santiago-Prinzip, Das Moses-Prinzip, Das Maximum-Prinzip seine Antworten.

Möwen, Pinguine, Kakerlaken, Ratten

Beliebt sind außerdem Tier-Prinzipien, wie Das Pinguin-Prinzipoder Die Mäusestrategie für Manager, die schon zu den Klassikern gehört. Auf Analogien der Praxis zur Tierwelt zielen daneben Die Bären-StrategieDas Möwen-Prinzip oder eher unappetitlich Das Ratten-Prinzip und Die Kakerlaken-Strategie.

Diese und viele andere Konzepte verfolgen das Ziel, über neue „Verhaltenstechniken“, durch Einführung neuer Unternehmensstrukturen, der Nutzung neuer Technologien oder sinnvollen Einsatz menschlicher Fähigkeiten eine Verbesserung des persönlichen und des Unternehmenserfolges zu erreichen.

Der interessierte oder gar unter Druck stehende Manager steht angesichts der Vielfalt an Literatur vor der Frage, welchem Modell der Unternehmensführung er den Vorzug geben soll. Doch manche Experten winken ab:

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