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Private Krankenversicherung

Bestwerte trotz geringer Solvabilität

Private Krankenversicherung: Bestwerte trotz geringer Solvabilität
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32 deutsche Krankenversicherungen standen auf dem Prüfstand. Dem Ranking liegen 30.000 Daten aus den letzten 5 Jahren zugrunde.

31. Okt 2012 von Sven Ohnstedt

Alte Oldenburger [1], Debeka [2] sowie DEVK [3] stellen die besten privaten Krankenversicherungen (PKV) in Deutschland dar. Dies geht aus dem diesjährigen Rating KV-Unternehmen von Morgen & Morgen [4] (M&M) hervor.

Das Gesamtergebnis setzt sich aus zehn Unternehmenskennzahlen zusammen, die für jeden Anbieter gesondert ermittelt wurden. Die Daten stammen laut M&M aus den jeweiligen Geschäftsberichten der letzten 5 Jahre. Insgesamt seien besagten Berichten über 30.000 Daten entnommen worden.

Nettoverzinsung führt zu Gutschrift

Demnach weise die Debeka (4,76 Prozent) die höchste Nettoverzinsung vor. Die Quote berücksichtige sämtliche Erträge und Aufwendungen aus respektive für Kapitalanlagen. Versicherungen müssen Zinserträge aus Kapitalanlagen anteilig den Versicherten gutschreiben (siehe §12a VAG [5]). Eine höhere Nettoverzinsung führt demnach zu Beitragsentlastungen. Auf den folgenden Plätzen befinden sich Concordia (4,50 Prozent), Allianz (4,30 Prozent) sowie die DEVK (4,26 Prozent). Im Mittel betrage die Nettoverzinsung genau 3,81 Prozent.

Ebenso konnte bei Debeka (1,29 Prozent) eine günstige Verwaltungskostenquote festgestellt werden - einzig HUK-COBURG [6] (0,92 Prozent) erlangte hierbei ein besseres Ergebnis. Die Verwaltungskostenquote setzt die Kosten für die Verwaltung in das Verhältnis zu den Bruttobeiträgen. Alte Oldenburger (1,65 Prozent) befindet sich auf Platz 4.

Mecklenburgische Gruppe mit hoher Solvabilität

Als Maß für die Solvabilität wird das Eigenkapital mit den verdienten Bruttobeiträgen verglichen - die Eigenkapitalquote. Mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz führt die Mecklenburgische Krankenversicherung [7] (66,54 Prozent) diese Wertung an. Auf den nachfolgenden Plätzen befindet sich keine der drei eingangs genannten Versicherungen. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote beläuft sich auf 18,93 Prozent.

Die DEVK (17,08 Prozent) wird indes in Bezug auf die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote genannt - sie belegt den vierten Platz. Aus dieser Quote ergibt sich der Anteil an den gesamten Jahresbeitragseinnahmen, der nach Abzug aller Aufwendungen für Schäden und Kosten übrig bleibt. Eine positive Quote deutet darauf hin, dass der kalkulierte Beitrag insgesamt ausreichend bemessen wurde. Dennoch kann es sein, dass Aufwendungen entweder die Schäden oder die Kosten im Endeffekt höher als die dafür kalkulierten Einnahmen zu Buche schlagen - die Minderausgaben im jeweils anderen Bereich gleichen diese jedoch als aus. Bei einer negativen Ergebnisquoute ist ebendies nicht der Fall. LKH [8] (21,42 Prozent) führt diese Wertung an, der gemessene Mittelwert liegt bei 12,47 Prozent.

[9]
Morgen & Morgen
Gesamtergebnis nach Alphabet

Weitere Informationen zum M&M Rating KV-Unternehmen, insbesondere zu den übrigen sechs Kennzahlen, können der Website [10] von Morgen & Morgen entnommen werden. Detaillierte Ergebnisse sind auf Anfrage bei Morgen & Morgen erhältlich.


Quellen-URL: http://www.cfoworld.de/bestwerte-trotz-geringer-solvabilitaet

Links:
[1] http://www.alte-oldenburger.de/web/html/start/tarife/index.html
[2] http://www.debeka.de/
[3] http://www.devk.de/index.jsp
[4] http://www.morgenundmorgen.com
[5] http://www.buzer.de/gesetz/1782/a25508.htm
[6] http://www.huk.de/
[7] http://www.mecklenburgische.de/
[8] http://web.lkh.de/LKH-WebGate/LKH-Home.nsf/dsp/getcontent?openagent&key=nhoh-54ngqd-de-p&dsp=noframe
[9] http://www.cfoworld.de/sites/default/files/img/2551/kv_01_2551.png
[10] http://www.morgenundmorgen.com/products/analyse/ratings/mm-rating-kv-unternehmen/#c1649