Nicht jeder Flugbegleiter ist ein blonder Engel, aber auch nicht jeder Passagier ein Gentleman mit Rose am Revers. Ein paar Tipps für gutes Benehmen an Bord.
Das Flugzeug ist kein Luxustransportmittel mehr, wir steigen inzwischen ein wie in den Bus nach Mailand. Dennoch wird guter Service und stets ein Lächeln des Personals erwartet. Doch wer gutes Benehmen erwartet, sollte zunächst bei sich selbst anfangen. CFOworld hat mit Flugbegleitern großer deutscher Gesellschaften gesprochen und folgende Tipps für das Benehmen an Bord gesammelt:
Wenn Sie zu denen gehören, die im Flieger ihre Schuhe ausziehen, tun Sie das am besten erst nach dem Essen und halten Sie ein paar dicke Socken im Handgepäck bereit. Es sei denn Sie sitzen in der Business Class, in der es diese oft im „Toilettentäschchen“ gratis gibt. Ihr Sitznachbar und Ihre Gesundheit werden es Ihnen danken.
Geht es um den eigenen Kofferraum, sind die meisten Menschen Packexperten. An Bord eines Flugzeuges verschwindet diese positive Eigenschaft meistens gänzlich. Packen Sie auch einmal im Flugzeug sparsam und schließen Sie das Fach über Ihnen nur, wenn wirklich kein Platz mehr ist. Es ist schließlich nicht Ihr persönliches Schließfach.
Vor dem Start ist das Flugpersonal vor allem mit sicherheitsrelevanten Aufgaben beschäftigt. Sofern es Ihnen gut geht und Sie nicht gleich vor einer Fata Morgana stehen bleiben, warten Sie doch bis kurz nach dem Start auf Ihr Getränk, das dann ohnehin gereicht wird.
Ein Insider sind die Angaben zu drei der am häufigsten bestellten Getränke. Geben Sie bei Ihrer Bitte an, ob Sie erstens Salz und Pfeffer zum Tomatensaft haben möchten, zweitens Wasser mit Sprudel oder ohne trinken und drittens ihren Kaffee schwarz, mit Milch oder Zucker oder beidem mögen. Der ein oder andere Flugbegleiter wird Sie beeindruckt anlächeln.
Ebenso freuen sich Flugbegleiter, wenn Sie die Anordnung der Schälchen auf Ihrem Essenstablett im Urzustand belassen. Vor allem auf Langstrecken müssen die Tabletts samt der Abfälle immer in den Wagen zurück, aus dem sie kamen – und der ist in der Zwischenzeit nicht gewachsen.
Alkohol wirkt wegen der geänderten Druckverhältnisse im Flugzeug stärker. Bedenken Sie, dass das Personal darauf geschult ist, übermäßigen Alkoholkonsum zu erkennen und zu unterbinden. Wer sich dagegen unverhältnismäßig zur Wehr setzt, muss eine von ihm verursachte Zwischenlandung fürchten – und damit neben einer saftigen Strafe noch die Kosten von mehreren Zehntausend Euro übernehmen.
Last but not least: Stewardessen sind nicht zum Anfassen, sondern für die Sicherheit der Passagiere da. Auch wenn Sie es als erneute Getränkeanfrage tarnen – auf Berührungen reagieren Flugbegleiter höchst allergisch.
Nach so viel Benimm für den Passagier wollen wir die Kehrseite nicht außer Acht lassen. Genauer gesagt: Caroline Reid alias Pam Ann [6] will es nicht. Die Australierin nimmt fliegendes Personal in ausverkauften Shows rund um den Globus auf die Schippe - eine Kostprobe erhalten Sie im Video.
Links:
[1] http://www.cfoworld.de/32/leadership
[2] http://www.cfoworld.de/172/chief-financial-officer
[3] http://www.cfoworld.de/barfuss-bauchfrei-bye-bye
[4] http://www.cfoworld.de/aw-aw-ihre-sekretaerin-hat-ja-ganz-schoene
[5] http://www.cfoworld.de/der-internationale-business-knigge-0
[6] http://www.pamann.com/
[7] http://www.cfoworld.de/forward?path=einen-tomatensaft-bitte
[8] http://www.cfoworld.de/print/einen-tomatensaft-bitte